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Trianel-Kraftwerk

Baubeginn für das Maschinenhaus

14.07.2009 | 11:17 Uhr
Baubeginn für das Maschinenhaus

Mit dem Baubeginn für das Maschinenhaus ist die Baustelle für das Trianel-Kohlekraftwerk im Lüner Stummhafen in eine neue Bauphase eingetreten. Derweil prognostiziert eine Studie: Die Baustelle sichert im Durchschnitt etwa 4400 Arbeitsplätze.

Mit dem Baubeginn für das Maschinenhaus ist die Baustelle für das Trianel-Kohlekraftwerk im Lüner Stummhafen in eine neue Bauphase eingetreten. Derweil prognostiziert eine Studie: Die Baustelle sichert im Durchschnitt etwa 4400 Arbeitsplätze.

„Für die Kraftwerksbauer beginnt die eigentliche Arbeit erst jetzt”, so Trianel-Geschäftsführer Manfred Ungethüm am Montag. Im Maschinenhaus werden die Turbine und der Generator stehen. Es wird 40 Meter hoch sein. Das mit 110 Metern deutlich höhere Kesselhaus wird voraussichtlich ab dem ersten Quartal 2010 gebaut.

Der Kühlturm habe inzwischen eine Höhe von 61 Metern bei der Schale und weiteren 8,40 Metern bei den Stützen. Wenn alles läuft wie geplant, dann soll das erste Feuer im Kraftwerk im Februar 2012 brennen, der eigentliche Probebetrieb Anfang Oktober 2012 starten und der Regelbetrieb Ende Oktober 2012 beginnen. Bereits fest eingeplant beim Bau sei die Mit-Einbindung der Kraft-Wärme-Kopplung, betonte Geschäftsführer Ungethüm am Montag. „Kraft-Wärme-Kopplung ist auch wirtschaftlich sinnvoll”, glaubt er. Er sei auch sicher, dass sich für die Wärme ein Abnehmer finden wärme – wobei die klassische Fernwärme wohl nicht sinnvoll zu vermarkten sein werde. Vielmehr rechnet Trianel mit der Ansiedlung eines großen Industrieunternehmens mit hohem Energiebedarf in unmittelbarer Nachbarschaft.

Zum Stand der Klage gegen das Kraftwerk gab es aus Sicht des Unternehmens nicht viel Neues. „Wir sind weiterhin sehr zuversichtlich”, so Manfred Ungethüm. Trianel habe außerdem eine ausführliche FFH-Prüfung in Auftrag gegeben. Die bisherigen Unterlagen dazu waren dem Oberverwaltungsgericht Münster, wo die Klage gegen eine Teilgenehmigung gegen das Kraftwerk eingereicht worden war, nicht ausführlich genug.

Erfreut ist das Unternehmen Trianel über eine Studie, die vom Energiekonzern RWE in Auftrag gegeben worden war und die Arbeitsplatzeffekte der Kraftwerksneubauten in NRW untersuchte. Demnach würden in der Spitze, und zwar im laufenden Jahr, deutschlandweit 6400 Arbeitsplätze durch das Bauvorhaben gesichert sein, ab 2012 würden dauerhaft 450 Menschen durch das Kraftwerk dauerhaft in Arbeit sein.

Die Studie wurde von dem Münsteraner Institut EEFA (für „Energy Environment Forecast Analysis”) erstellt. Im Durchschnitt würden über die Jahre 2008 bis 2012 rund 4440 Arbeitsplätze durch den Lüner Kraftwerksbau gesichert.

„Das ist mehr, als wir selbst bisher dachten”, so Trianel-Geschäftsführer Manfred Ungethüm. „Und das sind ja nicht unsere Zahlen”, erinnert er daran, dass RWE Auftraggeber der Studie sei. Nach Inbetriebnahme sollen laut Studie 440 Arbeitsplätze volkswirtschaftlich gesehen gesichert sein. Im eigentlichen Betrieb werden 85 Menschen arbeiten.

Baubeginn für das Maschinenhaus

Oliver Schlappat

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