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Haldenführer Ruhrgebiet

Ausflug zur Preußenhalde in Lünen

28.10.2012 | 17:40 Uhr
Ausflug zur Preußenhalde in Lünen
Der Blick über den Horstmarer See auf die Preußenhalde in Lünen.

Lünen.  Mitten im Ruhrgebiet liegt ein Gebirge, das es vor einigen Jahrzehnten noch gar nicht gab: Die Halden und Deponien mit den Abfällen der Montanindustrie bilden mittlerweile eine beachtliche Bergwelt. Ein Ausflug zur Preußenhalde in Lünen.

Die Preußenhalde gehört zu den ältesten noch erhaltenen Bergehalden des Ruhrgebiets. Mehr als 80 Jahre hat sie mittlerweile auf ihrem ziemlich platten Lünen Buckel. Von 1875 bis 1925 war sie Deponie für den Abraum des ehemaligen Bergwerks Preußen.

Danach schlummerte die Halde jahrzehntelang vor sich hin, bis sie anlässlich der Landesgartenschau 1996 aufgefrischt und hübsch gemacht der Öffentlichkeit übergeben wurde. Was man ihr aber weder ansah noch anmerkte: Tief in ihrem Inneren kochte es. Die Preußenhalde hatte und hat, fachmännisch gesagt, „Warmstellen“.

Steckbrief

Stadt/Stadtteil: Lünen-Horstmar

Fertigstellung: 1925/1996

Zugänglichkeit: vollständig

Art/Form: Abraumhalde

Eigentümer: Regionalverband Ruhr

Höhe über NN: ca. 85 m

Höhe über Niveau: ca. 15 m

Fläche: ca. 17 ha

Anfahrt/Parken: Scharnhorststraße

Besonderes: gilt als „brennende Halde“

Keine spektakulären Installationen

Im Vergleich zu den heutigen Halden, die als Landschaftsbauwerke mit lockenden Bezeichnungen und spektakulären Installationen zu Panoramen der Industriekultur stilisiert werden, hat die Preußenhalde wenig zu bieten. Keine Fotomotive, kein ausgeklügeltes Wegesystem, keine Sport- und Actionbereiche – und noch nicht einmal ordentliche Aussichtspunkte.

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Die Halde taugt nur zum Spazieren, Entspannen und Naturerleben. Das allerdings tut sie sehr ordentlich. Und zusammen mit Horstmarer See, Horstmarer Loch, Datteln-Hamm-Kanal und Schloss Schwansbell ist sie eine kaum zu toppende Naherholungs-Einheit, die man auch unter dem Namen „Seepark Lünen“ kennt.

Wolfgang Berke und Manfred Vollmer (Fotos)



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