Ausflug in das Fantastische
03.02.2012 | 17:26 Uhr 2012-02-03T17:26:00+0100
Lünen.Dr. med. Thomas Welke ist ein Mann der Wissenschaft. Er arbeitet als Mediziner, hat mit seiner Frau eine privatärztliche Praxis. In seiner Freizeit jedoch taucht er in fremde Welten ab, liebt Ausflüge in das Fantastische, das Unerklärbare. „In diesen Abenteuern gibt es meist nur männliche Helden“, sagt der 45-Jährige. Also schrieb er selber eine Fantasy-Geschichte und rückte die Abenteuer eines Mädchens in den Mittelpunkt. Daraus ist vor knapp einem Jahr ein Buch entstanden, vor wenigen Wochen ist der Fortsetzungsroman erschienen.
Geschichte seitJahren im Kopf
Fünf Jahre lang hatte Thomas Welke an dem Roman gearbeitet, in dem es um das außergewöhnliches Mädchen Lavinia geht, das auf der Erde lebt und plötzlich in eine Parallelwelt entführt wird. Dort lernt sie verschiedene Völker kennen und erfährt viel über sich, vor allem, dass sie über magische Kräfte verfügt. Als Lavinia merkt, dass etwas mit ihr anders ist, sucht sie erst einmal in der Medizin nach Antworten, ehe sie das Mythische akzeptiert. Und an dieser Stelle blitzt für kurze Zeit ein wenig der Realismus auf, mit dem Thomas Welke tagtäglich zu tun hat. „Dabei halte ich mich natürlich an die medizinischen Fakten“, sagt er. Alles andere an der Geschichte sei reine Fiktion.
Thomas Welke freut sich, dass das im März 2011 erschiene Buch „Lavinia – Entführung in die Parallelwelt“ gut bei den Lesern angekommen ist. Die Geschichte sei als Trilogie angelegt, doch bevor der Verlag den zweiten Band veröffentlichen wollte, wartete er die Verkaufszahlen ab, erklärt Welke. Im August sei dann der Anruf gekommen, dass die Reihe fortgesetzt werde. Nun ist auch „Lavinia – Das Feuermädchen“ zu haben, an dem dritten Teil arbeitet der Mediziner gerade. Er schreibt meist am Abend, wenn die Praxis geschlossen ist. Wenn er Ruhe hat und von einem stressigen Arbeitstag abschalten will. „Meine Frau kriegt dann immer wieder die Seiten zu lesen“, sagt er. Sie war es auch, die ihn dazu ermutigte zu schreiben. „Fragmente einer Geschichte hatte ich schon länger im Kopf, und dann habe sich alles verselbstständigt.“ Thomas Welke hofft, den dritten Band noch in diesem Jahr fertig zu bekommen. „Trotz allem ist und bleibt es ein Hobby“, sagt er. Aber eines, das ihn sehr erfülle und einen Ausgleich schaffe.
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