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Profilschule

Aufbruch in eine

10.02.2012 | 19:27 Uhr
Aufbruch in eine
Die besten Schüler der Profilschule erhielten ihr Zeugnis vom Beigeordneten Horst Müller-Baß.

Brambauer.Den Kampf gegen den schlechten Ruf hatte sie schon aufgenommen, als sie noch Achenbachschule hieß, die Umbenennung in Profilschule war ein weiterer Schritt in diese Richtung. Am Freitag wurde der Namenswechsel offiziell gefeiert, zum ersten Mal Zeugnisse mit dem neuen Schriftzug verteilt. Schulleiter Reinhold Bauhus ist stolz auf das, was er und seine Kollegen in den vergangen Jahren gestemmt haben – auch wenn sie den Kampf um die Schulform Hauptschule schon verloren haben.

Die neue Liga heißt Sekundarschule

„Es tut mit weh, dass wir als Hauptschule keine Zukunft haben“, sagte der Schulleiter bei der Feierstunde in der Turnhalle und spielte damit auf die geringen Anmeldezahlen für das neue Schuljahr an. Für die Zukunft sei die Schule trotzdem gut aufgestellt. „Wir möchten in eine andere Liga – und diese Liga heißt Sekundarschule“, stellte Bauhus nochmals vor den Gästen aus Politik, Eltern, Schülern und Partner der Schule klar.

Die Weichen dafür hat die Schule längst gestellt, die Umbenennung spiegelt dies nun auch nach außen: Seit diesem Schuljahr lernen die Jugendlichen des 10. Jahrgangs bereits in drei Profilklassen mit unterschiedlichen Schwerpunkten – und das entspricht schon dem Konzept einer Sekundarschule.

Ein Ergebnis, für das Reinhold Bauhus mit seinem Kollegium in den vergangenen zweieinhalb Jahren „in einem unheimlichen Tempo“ gearbeitet haben. Entsprechend lang war die Liste der Maßnahmen in den vergangenen Jahren – ob Umbau und Brandschutzsanierungen, neue Technikräume, eine neue Schulmensa, ein Klassenzimmer im Grünen oder als jüngeres Projekt der neue Schulkiosk. Besonderen Wert legt die Schule aber auf die Berufswahlvorbereitung der Jugendlichen. Bausteine sind hier etwa das Berufsorientierungsbüro, die Lernpartnerschaften mit Firmen oder der Berufswahlpass, den jeder Schüler pflegt. „Wir sind mit unseren Partnern auf einem richtig guten Weg“, lautet das Fazit des Schulleiters. Weniger Sitzenbleiber sei ein Resultat daraus, so Bauhus. Auch wenn er dieses Erfolg mit Blick auf die Halbjahreszeugnisse schon wieder gefährdet sah. „Ihr habt euren Trainer gehört: Die zweite Halbzeit muss besser werden“, spornte der Beigeordnete Horst Müller-Baß die Profilschüler an. Das dass klappt, daran hat er keinen Zweifel: Er sei beeindruckt, was die Schule leiste.

Alter Name hatte Negativ-Stempel

Seit zwei Tagen nun prangt der neue Schriftzug – mit Unterstützung der Firma Aurubis – auch am Schulgebäude. Dabei war der Name Achenbach auch nicht schlecht, „er stand für Tradition“, meint Schülersprecher Robin Katthöfer. Aber er hatte auch einen „Negativ-Stempel“, weiß der Zehntklässler – zu Unrecht natürlich, sagt er. In kurzer Zeit habe sich eine Menge an ihrer Schule verändert, ergänzt Robins Stellvertreterin Yeliz Erdogan. „Und das Beste daran ist: Wir sehen für uns wieder Zukunftschancen“.

Wie genau die Zukunft aussehen wird, ist noch offen – eine Vereinigung zur Sekundarschule sieht die Realschule bekanntlich kritisch. „Wir sind gut aufgestellt“, weiß Schulleiter Bauhus. Ob das Ziel Sekundarschule erreicht wird, müsse sich nun in den nächsten Monaten zeigen.

Maike Braun

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