Auf gutem Weg zu mehr Sicherheit
19.02.2010 | 07:00 Uhr 2010-02-19T07:00:00+0100Brambauer. Sachbeschädigungen, Einbrüche, Graffiti – im Gewerbegebiet Im Berge Ost gibt es mit solchen Dingen ein Problem. So sehen es jedenfalls die Betreiber von Unternehmen vor Ort. Am Mittwoch gab es ein klärendes Gespräch.
Beteiligt waren daran Vertreter der Unternehmer, der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund, des Wirtschaftsförderungszentrums und der Polizei.
Im Stadtteil Brambauer hat allgemein die Zahl der Wohnungseinbrüche in 2009 spürbar abgenommen, wussten Matthias Spiekenheuer und Detlef Neßler als kompetente Ansprechpartner der Polizei zu berichten.
Andererseits machten die Unternehmer aus dem Gewerbegebiet deutlich, dass sie viele Delikte gar nicht zur Anzeige gebracht hätten, weil sie eine Strafverfolgung als aussichtslos angesehen hätten. „Eine Erkenntnis für alle Beteiligten des Abends ist, dass wir zukünftig alle Delikte, sowohl versuchte Einbrüche als auch Vandalismus beispielsweise durch Graffiti-Schmierer, zur Anzeige bringen”, so Michael Sponholz, Geschäftsführer von Wirtschaftsförderungszentrum und Lüntec. „Ansonsten kann die Polizei nicht erkennen, dass es eine besondere Notwendigkeit für polizeiliche Aufmerksamkeit für dieses Gebiet gibt.”
Dass Gewerbegebiete generell problematisch sein können, ist der Polizei allerdings bewusst. Insbesondere in solchen, die nicht bewohnt werden, sei nach Geschäftsschluss keine soziale Kontrolle vorhanden, was es insbesondere Einbrechern sehr leicht mache, günstige Zeiten für einen Einstieg in die Gebäude abzupassen.
Einige der Unternehmer haben inzwischen Kontakte zum Kommissariat Vorbeugung des Polizeipräsidiums Dortmund aufgenommen und mit dessen Hilfe ihre Gebäude sicherer gemacht. Weiteren interessierten Unternehmern hatte Matthias Spiekenheuer, stellvertretender Leiter des Kommissariats Vorbeugung, seine Unterstützung zugesagt, wenn es um die Verbesserung ihrer Sicherheitseinrichtungen geht.
Auch Kreisverkehr war ein Thema
Positiv aufgenommen wurde der Vorschlag, sich möglicherweise einen gemeinsamen zivilen Wachschutz zu organisieren. IHK und das Wirtschaftsförderungszentrum werden kurzfristig alle Unternehmen des Gewerbegebiets anschreiben und das Interesse daran abfragen.
Die Sicherheitslage war das Schwerpunktthema des Treffens, aber nicht das einzige, denn auch die Situation an der Einmündung Am Brambusch und Pierbusch zur stark befahrenen Brambauerstraße war ein Thema. Hier sehen die Beteiligten der Gesprächsrunde dringenden Handlungsbedarf. „Der schon lange geplante Kreisverkehr hat hohe Priorität”, so der Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung Rüdiger Billeb, der ebenfalls an dem Gespräch teilgenommen hatte. „Wir hoffen, dass die baldige Umset-zung Bestand hat – trotz der kritischen Haushaltslage”.
Das gemeinsame Gespräch ist alles in allem auf gute Resonanz bei den Beteiligten gestoßen. „Den Dialog wollen wir gerade zu Gunsten lokaler Belange zukünftig intensivieren, um die Bedürfnisse der Unternehmen noch besser erfassen zu können”, erklärte etwa Stefan Schreiber, Geschäftsführer der IHK zu Dortmund.
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