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Anlaufstelle für das Abenteuer Lesen
20.03.2010 | 12:00 Uhr 2010-03-20T12:00:00+0100Brambauer. „Lesen ist ein grenzenloses Abenteuer der Kindheit”. So hat es Astrid Lindgren einmal formuliert. Und um dieses Abenteuer in einem Zeitalter, in dem das Wort Multimedia schon altmodisch klingt, zu bewahren, legen sich an der Realschule Brambauer einige Leute kräftig ins Zeug.
Und sie bekommen Hilfe. Die kleine, aber feine Bücherei der Realschule erfreut sich inzwischen einer ansehnlichen Beliebtheit. Rund 150 Bücher sind jede Woche unterwegs und werden von Mädchen und Jungen aller Jahrgänge gelesen – bei etwa 500 Schülern eine ansehnliche Zahl. Im Moment können sie aus etwas mehr als 2400 Büchern auswählen. Das erscheint im Vergleich zu anderen Büchereien nicht viel zu sein. Tatsächlich ist das eine ganze Menge wenn man bedenkt, dass es sich ausschließlich um jugendaffine Literatur handelt. Vor sieben Jahren sah es dort noch anders aus. Da gab es deutlich weniger Bücher, viele davon waren schon ziemlich alt. Seinerzeit hat Lehrer Michael Dransfeld die die Züel in die Hand genommen – und alles in allem ziemlich locker gehalten. Denn um die Ausleihe und Organisation kümmern sich vorrangig Schülerinnen und Schüler.
Die Auswahl der anzuschaffenden Bücher trift allerdings Michael Dransfeld selbst. Dabe stützt er sich unter anderem auf Empfehlungen von Fachleuten oder den Nominierungen für den Deutschen Jugendbuchpreis. Aber auch auf die Wunschzettel der Ausleihenden greift er immer wieder zurück.
Im Jahr ständen für Neuanschaffungen rund 1200 Euro zur Verfügung, so der Biologie- und Chemielehrer. Einen großen Anteil daran hat der Förderverein Realschule Brambauer. Am Freitag waren Vorsitzende Sabine Jeschio und Kassiererin Helene Luja wieder vor Ort und brachten eine Spende über 150 Euro vorbei. 350 Euro erhält die Bücherei jährlich vom Förderverein, in diesem Schuljahr setzten die Mitglieder anlässlich des zehnjährigen Vereinsbestehens die 150 Euro noch einmal oben drauf.
Dem Förderverein ist es ein wichtiges Anliegen, die Bücherei zu unterstützen. So wie es Lehrer Dransfeld ein Anliegen ist, den Spaß am Lesen zu fördern. Die Konkurrenz mit anderen Medien hat Auswirkungen. Der Wortschatz der Kinder ist kleiner geworden, im alltäglichen Leben wird das Lesen seltener geübt. „Es tut Not, dass die Kinder sinnvoll lesen lernen”, sagt er. Und dabei ist Spaß an der Literatur ein wichtiges Element.
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