Anderthalb Stunden auf der Baustelle
16.08.2010 | 17:19 Uhr 2010-08-16T17:19:00+0200
Lünen.Die Energiereise von Angela Merkel wird sie auch nach Lünen führen. Die Bundeskanzlerin besichtigt am Donnerstag, 26. August die Trianel-Kraftwerksbaustelle am Stummhafen.
Über Details der Tour informierte am Montag der neue Regierungssprecher Steffen Seibert in seiner Antrittsrede vor der Bundespressekonferenz in Berlin. Dabei wurde bekannt, dass auch Lünen mit auf der Route liegt.
Das Bundespresseamt präzisierte am Nachmittag, dass die Kanzlerin am Donnerstag kommender Woche aller Voraussicht nach gegen 17 Uhr auf der Baustelle des neuen Steinkohlekraftwerkes eintreffen werde. Trianel-Sprecher Elmar Thyen, der über Hintergründe und Zustandekommen des Besuches keine Auskunft geben konnte, weil ihm dafür die Freigabe durchs Bundespresseamt fehle, ließ zumindest wissen, dass sich Angela Merkel für ihre Visite auf der Kraftwerksbaustelle ein bis anderthalb Stunden Zeit nehmen wolle.
Die Bundeskanzlerin werde sich bei ihrer viertägigen Reise über Stand und Entwicklung der Energieerzeugung und verschiedener Energietechnologien informieren, hatte Vize-Regierungssprecher Christoph Stegmans am Mittwoch vergangener Woche erklärt. Kritiker spotteten bereits, Merkels Energiepolitik schreie nach Fortbildung. Es sei gut, dass sich die Kanzlerin „endlich einmal die Kollateralschäden ansieht, die sie mit ihrer Politik gegen erneuerbare Energien anrichtet“, erklärte der energiepolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion Oliver Krischer.
In Lünen wird sie sich ein Bild von Baustand und Technik eines 750-Megawatt-Kohlekraftwerkes machen können. 2012 soll es ans Netz gehen. Das Trianel-Kraftwerk hat einen Wirkungsgrad von über 45 Prozent.
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