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Zustimmung in Berlin hat...

A 2-Vollanschluss bringt Autohof wieder ins Spiel

06.02.2009 | 22:00 Uhr

Als gute Nachricht für Lünen wurde die Zustimmung des Bundesministeriums zum A 2-Vollanschluss Dortmund-Lanstrop (wir berichteten) bewertet. Die Entscheidung hat unmittelbare Folgen.

Planungssicherheit steht da ganz oben. „Wir freuen uns und fühlen uns bestätigt”, erklärte Beigeordneter Jürgen Evert. Lünen sei auf die Fertigstellung des Vollanschlusses im Jahr 2012 vorbereitet. Das zahle sich jetzt aus. Man habe die Mittel für den Nordtunnel in Horstmar, der vorher fertig sein sollte, damit es im Lüner Süden kein Verkehrschaos gibt, früh genug eingestellt. Kalkuliert wird mit 10 Mio Euro für den Tunnelbau. Gefördert werden voraussichtlich 65 Prozent der Investitionssumme.

Im aktuellen Haushalt stünden schon 100 000 Euro für Ausführungsplanungen bereit, so Beigeordneter Evert. Die müssen nun rasch eingesetzt werden, damit der Tunnelbau im Zeitplan bleibt. Aufwändig ist vor allem das Trogbauwerk, das für den Netzschluss zwischen Preußenstraße und Bebelstraße nötig wird. Der Antrag dafür werde in Kürze gestellt. Mit Genehmigung und Förderbescheid rechnet Evert „noch dieses Jahr oder Anfang 2010”. Er ist zuversichtlich, dass der Tunnel pünktlich fertig ist.

Als gut für Lünen bezeichnete SPD-Fraktionsvorsitzender Rolf Möller die Nachricht aus Berlin. Besonderes Augenmerk müsse nun darauf gelegt werden, dass beide Baustellen - Nordtunnel und Vollanschluss - harmonisiert werden. Das werde sicherlich nicht auf den Tag genau gelingen, weil man für Tunnelbau inklusive Planung mit drei bis vier Jahre kalkuliere. Überschneidungen von einigen Wochen oder Monaten ließen sich aber gut überbrücken, ist Möller überzeugt.

„Das ist eine gute Nachricht in schlechten Zeiten”, war die erste Reaktion von CDU-Fraktionsvorsitzenden Friedhelm Schroeter. Bedauerlich findet er, dass Lünen die Mittel aus dem Konjunkturpaket nicht für den Nordtunnel verwenden darf. Das hätte „ein bisschen Luft beim Eigenanteil” verschafft. Auch er wies auf die Notwendigkeit hin, beide Baustellen verkehrtechnisch aufeinander abzustimmen.

„Super, dass es endlich losgeht.” Auch Michael Sponholz, Geschäftsführer des Wirtschaftsförderungszentrums Lünen (WZL) begrüßte die Zustimmung zum Vollanschluss. Er ist überzeugt, dass die Idee eines Autohofes in unmittelbarer Nähe zum Vollanschluss wieder ein ernsthaftes Thema wird, sobald der Planfeststellungsbeschluss vorliegt. Von der besseren Autobahnanbindung und dem Nordtunnel werde auch das Gewerbegebiet Derner Straße (2-3 Hektar) profitieren.

Auf eine weitere Veränderung im Zusammenhang mit dem Vollanschluss wies Beigeordneter Jürgen Evert hin: Die Anschlussstelle 13 der A 2 wird ihren Namen Dortmund-Lanstrop verlieren. Sie erhält die Bezeichnung „Lünen-Süd”.

Andreas Gruber

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