88 Prozent wollen einen Nachtbus in Lünen
25.01.2010 | 17:13 Uhr 2010-01-25T17:13:00+0100Brambauer. 88 Prozent der Befragten einer Juso-Umfrage wollen einen Nacht- und Kulturbus in Lünen. Das ist das Ergebnis von 880 Bögen, die die Jugendorganisation der SPD nun ausgewertet hat. Nun soll und wird sich die Politik damit befassen.
88 Prozent aller Befragten im Alter von 13 bis 69 Jahren wollen einen Nacht- und Kulturbus in Lünen. Die Jusos haben die 880 Bögen ihrer Umfrage nun komplett ausgewertet und das Ergebnis gestern Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick überreicht. Der sicherte zu, die Auswertung als Grundlage weiterer Überlegungen zeitnah an die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna weiterzuleiten.
Nur 7 Prozent sind gegen den Nachtbus
88 Prozent sind für den Nachtbus, sieben Prozent dagegen. Der Wohnort der Befragten lässt Rückschlüsse zu, in welchen Stadtteilen besonderer Bedarf besteht. 21 Prozent der ausgefüllten Fragebogen stammen von einer Alstedderin oder einem Alstedder, so Juso-Vorsitzender Daniel Wolski. 20 Prozent von einem Bewohner der Innenstadt und knapp 19 Prozent von Menschen aus Brambauer. Auf den Plätzen folgen Wethmar (11 Prozent), Horstmar (8), Lünen-Süd (5), Beckinghausen (4,4) Niederaden (3,3) und Gahmen (2,8). Fünf Prozent aller Bögen wurden von Auswärtigen ausgefüllt.
Die meisten der Befragten, die für den Nacht- und Kulturbus sind, würden ihn viermal pro Monat nutzen. Exakt 28 Prozent der Befragten. Elf Prozent würden sogar häufiger damit fahren. Sechs Prozent bis zu achtmal im Monat, also fast an allen Wochenend-Tagen. Die Jusos hatten ihre Umfrage im Lükaz, vorm Theater, beim Drachenfest, in Alstedde und in Brambauer durchgeführt.
Jusos präzisieren Angebots-Zeiten
Aus den vorliegenden Ergebnissen und aus eigener Erfahrung leiten die Jusos ein erstes Profil für den Nacht- und Kulturbus ab. Er sollte freitags, samstags und vor Feiertagen von Alstedde, über die Innenstadt nach Brambauer und retour fahren. Als mögliche Fahrzeiten nannte der stellvertretende Juso-Vorsitzende Daniel Dauster 0.00, 1.30 und 3.00 Uhr. Die Jusos denken an einen Kleinbus, ähnlich dem, der heute die Linie 116 bedient. Sie sprechen von einer Testphase, sechs bis acht Wochen, und davon, den Nacht- und Kulturbus möglichst zur WM-Party am Cappenberger See an den Start zu bringen, also vor dem 11. Juni.
Frage der Finanzierung
Ob es jemals einen Nacht- und Kulturbus in Lünen geben wird, ist eine Frage der Finanzierung. Kreis und Stadt kämpfen mit riesigen Haushaltsdefiziten. Ohne Sponsoren wird es nicht gehen. Wolski und Dauster sicherten die Hilfe der Jusos bei der Suche nach privaten Unterstützern zu. Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick: „Wir müssen jetzt gucken, ob man das abbilden und finanzieren kann.” Die Nachfrage nach einem Nachtbus ist für ihn auch Folge der Zentralisierung bei der Jugendarbeit. Sprich: Wenn es nur noch das Lükaz in der Innestadt gibt, muss man auch sicherstellen, dass die Jugendlichen nach den Konzerten und Partys von dort wegkommen.
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