7500 Narren feierten fröhlich
14.02.2010 | 16:13 Uhr 2010-02-14T16:13:00+0100Wenn der Löwe ordentlich vor dem Dixi-Klo wartet und das nicht auf Beute sondern auf die freiwerdende Toilettenschüssel, dann kann das nur eins bedeuten: Es ist wieder „Karneval in Lünen- Süd”.
Rund 7500 Menschen hatten sich am Samstag aufgemacht, um bei dem Spektakel dabei zu sein und den Umzug zu genießen. Gegen 13 Uhr waren fast alle Busse, die in Richtung Lünen-Süd fuhren, vollkommen überfüllt. Groß und Klein, Jung und Alt nutzten die öffentlichen Verkehrsmittel. Schon im Bus herrschte gute Stimmung. Da rückte man zusammen, damit doch noch der ein oder andere hineinpasste. Trotzdem mussten einige Fahrgäste auf nachfolgende Busse verwiesen werden. Für die Busfahrer purer Stress, den sie sich aber nicht anmerken ließen.
Auf der „Umzugs-Meile” Jägerstraße warteten die Menschen dann gutgelaunt auf die Karnevalisten mit den Wagen. Darunter auch Sonja Fricke mit ihren Kindern Larissa (9 Jahre), Leonie (7 Jahre) und Luis (23 Monate). Zwei Tage hatte sie an dem närrischen Outfit ihrer Familie genäht. Jetzt präsentierten sich alle als „Wilde Hühner”. Aber nicht nur Menschen erwarteten den Umzug: Auch Rauhaardackel Eik harrte mit Luftschlangen behängt aus.
Rund 600 Beteiligte im Alter zwischen vier und 70 Jahren zogen dann auf elf Wagen mit Musik, in vier Fußgruppen und in sechs Spielmannszügen unter dem Motto „Lasst uns auch 2010 fröhlich über die Meile gehn” durch Lünen-Süd und warfen ordentlich Süßigkeiten in die Menge. „Das Wetter hat gut mitgespielt, der Schnee kam erst nach dem Umzug”, freute sich Willi Müller, Geschäftsführer der IGS Lünen-Süd. Auch der erste Vorsitzende, Dr. Ulrich Seibel zeigte sich zufrieden. Zum ersten Mal fand die Anschlussveranstaltung im Schützenhaus statt: „Es war voll. Schätzungsweise vier- bis fünfhundert Leute feierten dort weiter. Musik und Stimmung waren gut, die Preise sehr moderat”. Die Zusammenarbeit mit der Polizei und dem Ordnungsamt habe ebenfalls gut geklappt.
Aber nicht nur im Schützenhaus feierten die Narren ausgelassen weiter. In den Kneipen rund um die Jägerstraße herrschte Hochbetrieb und einige Karnevalisten tanzten am Abend auch im Schneetreiben munter weiter auf der Meile. Weniger Bewegung hatten die Verkehrskadetten wie die 19-jährige Sabrina Kricke, die die Absperrungen bewachten und dabei ganz schön froren.
Andreas Weiß von der Leitstelle der Polizei Dortmund berichtete von nur einem Zwischenfall: Kurz nach 20 Uhr kam es zwischen sieben bis acht Beteiligten zu einer Schlägerei, wobei zwei Personen Schnittverletzungen erlitten und eine Person mit einer Flasche einen Schlag auf den Kopf erhielt.
0mitdiskutieren