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49 Bergarbeiter durch Explosion getötet

18.12.2007 | 19:18 Uhr

Lünen. Die Schlagwetterexplosion war auch Übertage deutlich zu spüren. Und für viele die Bergarbeiterfamilien war klar, das Weihnachtsfest 1912 würde von Trauer beherrscht sein. ...

... Heute vor genau 95 Jahren stand fest, dass 49 Bergleute das Grubenunglück tags zuvor auf der Brambauer Zechen Achenbach nicht überlebt hatten. Die Explosion hatte sich am 18. Dezember 1912 in den Revieren 10 und 11 von Achenbach I/II auf der 2. und 3. Sohle ereignet. In 9 Flözen wird - so ist es überliefert - zu diesem Zeitpunkt gleichzeitig Kohle abgebaut. Der Lüner Pütt ist eine Hochleistungszeche. Durch den Einbau immer neuer technischer Einrichtungen steigt die Jahresförderung stetig. Im Unglücksjahr 1912 wird auf Minister Achenbach fast 8 Prozent der Gesamtförderung aller 100 Ruhr-Schachtanlagen ans Tageslicht gezogen. Die Leistung pro Mann und Schicht betrug 1,152 Tonnen - der Durchschnitt im Revier lag gerade mal bei 943 Kilogramm. Minister Achenbach glänzte 1912 mit einer Jahresförderung von 904 768 Tonnen. Beschäftigt waren dort zu diesem Zeitpunkt 2 692 Kumpel. Die Schlagwetterexplosion vom 18. Dezember 1912 war übrigens nicht das einzige Unglück, das die Lüner Zeche heimsuchte. Bei ebenso ausgelösten Unfällen wurden am 30. Januar 1914 weitere 24 und am 15. Oktober 1917 noch einmal 17 Bergleute getötet.

Am 30. Juni 1992 wurde "Minister Achenbach" dann "dichtgemacht". Die damals dort noch beschäftigten 1 900 Kumpel wurden in den Ruhestand geschickt oder auf umliegende Zechen verlegt.

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