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Integrationsrat

20,9 Prozent Wahlbeteiligung

07.02.2010 | 19:53 Uhr

Lünen. Die Wahl des ersten Integrationsrates lockte 1570 von 7518 Stimmberechtigten in die Wahlokale. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 20,9 Prozent. Bei der Wahl des Migrationsrates im Jahr 2004 waren es 31,9 Prozent.

Als Sieger darf sich die Liste Prosozial bezeichnen, eine Verbindung von fünf Moscheen und Vereinen. 1051 Wähler stimmten für sie. Damit kommt Prosozial auf 67,7 Prozent aller Stimmen. Vor sechs Jahren holte die Liste 82 Prozent, trat aber in anderer Konstellation an.

Die Liste Die Unabhängigen um den bisherigen Vorsitzenden des Migrationsrates, Hakan Takil, kommt auf 15,9 Prozent. Ihr gaben exakt 247 Wähler ihre Stimme. 2004 waren es 5,9 Prozent.

Große Freude bei der Liste Lichtblicke für Frauen, die es bis vor kurzem nicht gab und aus dem Stand 10,2 Prozent holt (absolut: 159 Stimmen).

Enttäuschung hingegen bei der Kurdischen Liste, für die nur 95 Menschen stimmten. Das entspricht einem Stimmenanteil von  6,1 Prozent (2004: 4,5 Prozent).

Nach dem Berechnungsverfahren (Divisorverfahren mit Standardrundung) sind damit folgende Listenmitglieder gewählt: Gürbüz Demirhan, Mehmet Özkal, Ercan Canbay, Cemil Cavdar, Ramazan Uygun, Yahya Dindarol, Mustafa Kaya, Ismail Aytekin, Idris Bilen und Ismail Poyraz (für die Liste Prosozial), Halil Eser und Hakan Takil (jeweils Die Unabhängigen), Nevin Simsek (Lichtblicke für Frauen) und Suat Kochan (Kurdische Liste).

Bereits im Herbst 2009 von den politischen Fraktionen für den Migrationsrat benannt wurden die Ratsleute Martin Püschel, Siegfried Störmer und Christiane Mai (alle SPD), Martin Fleischmann und Johanna Wisniewski (beide CDU) sowie Dr. Matthias Laarmann (GFL) und Erika Roß (Bündnis 90/Die Grünen). Der Integrationsrat setzt sich laut NRW-Gemeindeordnung zu Zweidritteln aus gewählten und einem Drittel aus vom Rat benannten Vertretern zusammen.

Das Gremium tagt erstmals am 4. März um 16.30 Uhr im Rathaus. Der Integrationsrat hat nur beratende Funktion. Er soll bei der Verbesserung der Integration und Lebenssituation von Menschen mit Migrationshintergrund in dieser Stadt mitwirken.

Andreas Gruber

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