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18-jähriger Lüner unter den Opfern

25.07.2010 | 17:27 Uhr
18-jähriger Lüner unter den Opfern

Lünen/Duisburg.Unter den 19 Opfern, die bei der Loveparade in Duisburg ums Leben gekommen sind, ist auch ein 18-Jähriger aus Lünen. Die Polizei Duisburg bestätigte dies am Sonntag gegenüber unserer Redaktion. Es soll sich um einen Gymnasiasten aus Brambauer handeln.

Die Nachricht vom Tod des jungen Mannes aus dem Lüner Stadtteil Brambauer löste in seiner Heimatstadt Trauer und Bestürzung aus. Auf der Internetplattform Schüler-VZ hinterließen Freunde und Bekannte Nachrichten für das Opfer. „Du lebst in unseren Herzen weiter“ war dort zu lesen. Und: „Ruhe in Frieden“.

Bei der Massenpanik, die am Samstag in einem Tunnel auf dem Duisburger Veranstaltungsort, einem alten Bahnhofsgelände, ausgebrochen war, sind elf Frauen und acht Männer im Alter von 18 bis 38 Jahren getötet worden, elf von ihnen kommen aus Deutschland. Die Polizei hatte bis Sonntagabend alle Opfer identifiziert und die Angehörigen bzw. die entsprechenden Konsulate informiert.

Die in Deutschland ansässigen Angehörigen werden seit der Nacht zu Sonntag durch speziell ausgebildete Teams betreut. Darüber hinaus sind während der gesamten Veranstaltung 342 Verletzte gemeldet worden.

Angehörige durch Spezialisten betreut

Der Lüner Rettungshubschrauber Christoph 8 war während der Katastrophe in Duisburg im Einsatz. Um 17.55 Uhr alarmiert, landete er knapp 20 Minuten später als zweiter der insgesamt neun angeforderten Hubschrauber auf der A 59.

SEK-Fahrzeuge brachten den diensthabenden Arzt und den Rettungsassistenten zum Unglücksort im Tunnel, wo diese rund zweieinhalb Stunden bei der Untersuchung der Getöteten und der Versorgung der mehr als 340 Verletzten halfen.

Im Kreis Unna sammelten sich je vier Rettungswagen und Krankenwagen sowie ein Einsatzleitfahrzeug am Feuerwehr Service Zentrum Unna, um im Verband zum Bereitstellungsraum Dortmund zu fahren.

Rückreise

Die 21 Personen, darunter drei Ärzte, wurden jedoch nicht angefordert und traten um kurz nach zwei Uhr in der Nacht die Rückreise an, teilte die Leitstelle für Rettungsdienst und Feuerwehr Kreis Unna mit.

Im Bahnverkehr von und nach Lünen habe es seines Wissens nach keine Probleme durch die Sperrung des Duisburger Bahnhofes gegeben, erklärte Marco Vogel, Sprecher der Eurobahn. Die Linie RE 3 sei beeinträchtigt gewesen und habe zeitweise den Duisburger Hauptbahnhof nicht angefahren. Eine genaue Analyse soll heute folgen.

Daniela Thamm & Martina Ulpts

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