Zusammenleben funktioniert in Lüdenscheid gut
27.10.2010 | 14:55 Uhr 2010-10-27T14:55:00+0200
Lüdenscheid.„Es geht um Angst!“ Angst kann öfters zu Dummheit, zu dummen Urteilen und Reaktionen führen. „Eine große Gefahr, solche Menschen dürfen nicht überhand nehmen.“ Ralf Schwarzkopf, Vorsitzender der CDU-Ortsunion Lüdenscheid, zog am Schluss des Treffens zu den Themen „Migration“ und „Integration“ ein ebenso nachdenkliches wie resolutes Fazit: Integration fängt mit Kennenlernen an.
„Integration fängt mit dem Kennenlernen an, im Kleinen,“ sagte Schwarzkopf, der zwar als Geschäftsmann oft im Ausland mit verschiedenen Kulturen zu tun habe, aber hier vor Ort keinen Bürger mit Migrationshintergrund kenne. Dieser Meinung konnten sich die von der CDU eingeladenen Vertreterinnen und Vertreter des Türkischen Unternehmerverbandes wie auch des neuen Türkischen Elternvereins nur anschließen. Auch die Forderung von Schwarzkopf, am Beispiel USA die ganze Problematik zu vereinfachen durch allgemeine Einbürgerung. schon der zweiten Generation: „Dort bezeichnet sich jeder als Amerikaner, doch die kulturelle Vielfalt bleibt dennoch sehr ausgeprägt.“
Fazit der Veranstaltung im Hotel zur Kluse: Sprache und Bildung sind unerlässliche Grundpfeiler, um in Deutschland zurecht zu kommen. Die Probleme kämen „von unten“, von denen, die diese notwendigen Voraussetzungen für eine gesicherte Zukunft nicht hinbekommen hätten.
Die Kultur des anderen feiernderweise kennenlernen – diesen Vorschlag machte Susanne Mewes zum Abschluss des Treffens.
So wird die Lüdenscheider CDU zu einem „multikulturellen Fest“ einladen, dem dann weitere folgen könnten.
Politiker gestehen Fehler ein
Die zwei als Gäste erschienenen Vertreter der Partei Die Linke rannten offene Türen ein, denn die CDU vertrat durchaus keine irgendwo „rechts“angesiedelte Positionen. Ja, sogar Fehler der Vergangenheit zum Thema Hilfen für Ausländer wurden frank und frei eingestanden: „Wir haben jahrelang gepennt!“ Und die so plötzlich nach dem Sarrazin-Werk aufgeflammte zuweilen hysterische Diskussion konnten weder Gastgeber noch Gäste so recht nachvollziehen.
Man war sich einig, dass das Zusammenleben in Lüdenscheid doch seit langer Zeit recht gut funktioniere, wenn auch eine gewisse Ghetto-Bildung nicht zu leugnen wäre. Schließlich lebte man nicht in Großstadt-Brennpunkten, wo aufkeimendes Unwohlsein durch Chancenlosigkeit für die Zukunft öfter mit Gewalt beantwortet würde.
Auch das Wort „Migration“ behagte vielen Gästen überhaupt nicht: Es meldeten sich Männer und Frauen zu Wort, die bereits seit Jahrzehnten in Lüdenscheid leben, den deutschen Pass besitzen, seit das überhaupt möglich ist, die Deutsch ohne Akzent sprechen, ihre Kinder fördern, wie es nur geht – und dennoch häufig als „Migrant“ bezeichnet werden.
08:19
Ich verstehe nicht so ganz was ein türkischer Unternehmerverband und ein türkischer Elternverein mit Integration zu tun haben?
Wenn ich mich integrieren will, kann ich doch direkt in einen deutschen Verband, Verein oder Organisation gehen.
Es gibt übrigens in Deutschland ca. 2000 türkische-islamische Organisationen...
Von polnischen, russischen oder italienischen Interessenverbänden habe ich übrigens auch noch nie etwas gehört...
13:19
Ein, wie ich finde, sehr aufschlussreiches Beispiel, wie Integration gelingen kann.
Vom ersten Moment an integriert:
……Ausländerfeindlichkeit hat er damals, als er nach Bergkamen kam und auf Haus Aden seine Lehre machte, nie kennen gelernt. „Die Einzigen, die ihn damals geschnitten haben, waren die türkischen Kollegen“, sagt seine Frau. Eine Deutsche. Warum bei dem 53-Jährigen all das, was man unter Integration versteht, augenscheinlich nie zu Problemen führte? „Sein Glück war, dass er aus keiner gläubigen Familie kam“, meint Monika Klatt (58). Ihr Mann hat noch eine andere Erklärung: „Ich habe mich vom ersten Tag an komplett angepasst.“ Wobei Anpassung für ihn nichts Negatives bedeutet. „Mir fehlt hier nichts.“…….
……Kontakt zu türkischen Familien in Bergkamen hat er nicht. Zu fremd ist ihm die Welt, in der viele von ihnen leben. „Sie haben sich in all den Jahren nicht weiterentwickelt“, sagt er. Das habe nicht zuletzt auch sein Bruder bestätigen müssen, als er neulich das erste Mal durch die Nordbergstadt ging - und schockiert war. „Die Türken, die hier leben, die gibt es in der Türkei nicht mehr“, habe er gesagt…….
http://www.derwesten.de/staedte/kamen/Vom-ersten-Moment-an-integriert-id3873842.html
12:43
Bildungserfolg und Kulturkreis, aus denen Menschen kommen, scheinen in einem engen Zusammenhang zu stehen:
…..Überhaupt legen Koreaner viel Wert auf Bildung. „Zu 80 Prozent gehen unsere Kinder aufs Gymnasium“, sagt Yun-Jo Raiber. Das zahle sich aus. Die Mehrheit der Koreaner hätte es innerhalb einer Generation vom Arbeiter zum Akademiker, von der Krankenschwester zur Ärztin geschafft…..
http://www.derwesten.de/nrz/niederrhein/Wir-fuehlen-uns-wie-Deutsche-id3878958.html
12:02
Ich habe den Eindruck, dass Menschen aus dem islamischen Kulturkreis im Allgemeinen nicht so viel Wert auf die Bildung ihrer Kinder legen:
Türkische Bildungsmisere: Fast jeder dritte Erwachsene mit türkischem Migrationshintergrund hat keinen Schulabschluss - hier haben Deutschland und die Zuwanderer tatsächlich ein Problem. Zum Vergleich: In der restlichen Bevölkerung sind es nur vier Prozent.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,723208,00.html
…..So besitzen rund 75 Prozent der Türken höchstens einen Hauptschulabschluss. Eine große Zahl besuchte maximal fünf Jahre lang die Schule, schreibt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Gut die Hälfte der türkischen Jugendlichen geht ohne Anschluss von der Schule, über 40 Prozent erlernen keinen Beruf…..
http://www.welt.de/politik/deutschland/article9608795/Wie-die-Tuerken-das-Deutsche-wieder-verlernten.html
Dass für den Bildungserfolg ihrer Kinder in erster Linie die Eltern verantwortlich sind zeigen u.a. die bei uns lebenden Vietnamesen:
Schlaue Zuwanderer -Ostdeutsche Vietnamesen überflügeln ihre Mitschüler
…..70 Prozent der Zuwanderer in Ostdeutschland stammen aus Osteuropa und Asien. Jüdische Kontingentflüchtlinge aus Russland, Ukrainer, Chinesen und Vietnamesen bringen eine sehr hohe Bildungsorientierung mit - und das, obwohl viele Familien in Deutschland auf Hartz-IV-Niveau leben. Die Eltern der erfolgreichen vietnamesischen Kinder sprechen schlecht Deutsch, arbeiten oftmals sieben Tage in der Woche und haben wenig freie Zeit, weil sie sich aus wirtschaftlicher und sozialer Randständigkeit herausarbeiten…..
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,582545,00.html
Der Kulturkreis, aus denen die Menschen kommen, ist meiner Meinung nach entscheidend für den Bildungserfolg.
17:12
Ein sehr interessantes Interview mit der Autorin und Journalistin Güner Balci, wie ich finde. http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Es-wird-noch-mehr-Ehrenmorde-geben-/story/11000023
21:46
Ich kann Alice Schwarzer nur zustimmen. Sie hat meiner Meinung nach noch einen klaren Blick für die Dinge
http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Alice-Schwarzers-Unbehagen-ueber-den-Islam-id3647425.html
21:38
Wenn man von Integration spricht, sollte man meiner Meinung nach auch die Kultur verstehen, in der die Menschen leben, die bei uns integriert werden sollen.
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=9442&ausgabe=200605
21:34
Friede, Freude, Eierkuchen.
21:17
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21:14
Werden in Lüdenscheid Frauen nicht zwangsverheiratet?
http://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/Auch-in-Oberhausen-werden-Frauen-zwangsverheiratet-id3882233.html