Zeuge vermutete Täter in der Familie
18.12.2009 | 08:00 Uhr 2009-12-18T08:00:00+0100Märkischer Kreis/Hagen. Im Prozess gegen Ezzeddin A., der an der Ermordung seiner Cousine auf einem Parkplatz an der A 45 bei Lüdenscheid beteiligt gewesen sein soll, hörte das Hagener Schwurgericht gestern einen Zeugen aus dem direkten Umfeld der Getöteten.
Der 34-Jährige hatte einiges zu sagen - wenn auch nicht aus freien Stücken.
Nachdem der 34-Jährige zum ersten Termin nicht erschienen war, wurde er vorgeführt. Seine Vernehmung war ihm unangenehm. Er musste einräumen, ein Verhältnis mit der ermordeten Freundin seiner ahnungslosen Ehefrau unterhalten zu haben. Demnach hatte er sich mehrfach mit der jungen Frau getroffen - sogar im Frauenhaus. „Das war nicht Liebe, das war nur Sex.”
Urteil Mitte Januar
Er räumte vieles nur auf Vorhalt ein. So auch seine Vermutungen hinsichtlich der Verantwortlichen für die Tat. Bei der Polizei hatte er erklärt, dass er glaube, dass es die Familie sei. Es habe viel Stress gegeben. Die Flucht des Opfers ins Frauenhaus sei für die Angehörigen eine Schande gewesen. Auch trauere die Familie nicht. Zudem berichtete er von einem „unschönen” Treffen zwischen ihm und der Mutter der Toten. Sie habe seine Frau und ihn übel beschimpft, mache das Paar für die Flucht ihrer Tochter verantwortlich.
Das Verfahren gegen Ezzeddin A. wird am Mittwoch fortgesetzt. Mitte Janaur könnte dann das Urteil verkündet werden. (sam)
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