Wohnbebauung oder Familienwiese
11.08.2009 | 22:00 Uhr 2009-08-11T22:00:00+0200
Mit der Einrichtung weiterer Kunstrasenplätze in Lüdenscheid könnte die Diskussion um die künftige Verwendung des Jahnplatzes neue Dynamik erhalten.
Das überaus attraktiv gelegene innerstädtische Gelände könnte recht kurzfristig für eine Wohnbebauung genutzt werden. Alternativmodell sei ein multifunktionaler Freizeitsportplatz unter Umständen in einer Kombination mit einer Art Familienwiese, so SPD-Fraktionschef Harald Metzger auf WR-Anfrage.
„Ablaufrinne” in der Platzmitte
Klar ist, dass der Platz zumindest von einer sportlichen Nutzung frei ist. Der Sportclub Lüdenscheid hat seinen Spiel- und Trainingsbetrieb komplett auf den Kunstrasen am Wehberg verlagert.
In den Planungen des Sportamts spielt der Platz keine Rolle mehr. Er wird nicht mehr belegt. In Fußballerkreisen jedenfalls war der Ascheplatz gefürchtet, unter anderem wegen der „Ablaufrinne” in der Platzmitte. „Ein Katastrophe”, urteilten Sportler von außerhalb.
Wie eine attraktive Bebauung ausfallen könnte, dazu gebe es unterschiedliche Denkmodelle – sowohl für Ein- und Zweifamilienhäuser wie auch für größere Einheiten. Vorplanungen hatte es in dieser Richtung bereits gegeben. Damit verbunden wäre aber ein Wegfall der Skaterhalle in der direkten Nachbarschaft. Bei einer Freizeitnutzung würde sie dagegen nicht stören.
Was die Ausstattung der Sportplätze Dickenberg und Brügge mit Kunstrasen angeht, ist Metzger ungebrochen zuversichtlich. In den letzten Jahren seien Millionensummen in der Innenstadt investiert worden. Es sei eine zentrale politische Entscheidung, in den kommenden Jahren auch die Außenbezirke zu berücksichtigen. Die nötigen Mittel stehen nach Metzgers Einschätzung mit dem Konjunkturpaket II bereit. Als Problembereiche in Lüdenscheid gelten dabei insbesondere der Dickenberg und Brügge, dazu auch Brüninghausen.
Der Ausbau des Sportplatzes Wefelshohl sei dagegen beschlossen. Die Entscheidung könne allenfalls der Rat aufheben, nicht aber der Sportausschuss, der sich voraussichtlich am 8. September zu einer letzten Sitzung der Legislaturperiode trifft, um erneut die Ausbauplanung zu diskutieren. Die Beschlusslage kippen könnte laut Metzger aber erst der neu gewählte Rat.
07:52
Für eine weitere Wohnbebauung in Lüdenscheid sehe ich keinen Bedarf. Eine Familienwiese in Verbindung mit einem attraktiven Spielplatz mit Wasserspielen wie z.B. im Maximilianpark (http://www.maximilianpark.de/pics/popup-pics/piratenschiff/index.php), das wärs. Den Wegfall der Scaterhalle halte ich für nicht akzeptabel.
Wollen wir nun ein familienfreundliches Lüdenscheid oder nicht?