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Lüdenscheider Stadtfest...

„Wie lange haben wir uns nicht mehr gesehen?”

14.09.2008 | 17:00 Uhr
„Wie lange haben wir uns nicht mehr gesehen?”

„Wie lange haben wir uns eigentlich nicht mehr gesehen? Das ist ja schon Ewigkeiten her!" Ob ehemalige Klassenkameraden, Nachbarn, Arbeitskollegen oder Freunde, die man aus den Augen verloren hat, das Wiedersehen alter Bekannter und das gesellige Beisammensein machen den Charme des Stadtfestes aus.

Sehen und gesehen werden, Wiedersehensfreude, Geselligkeit und der neueste Klatsch und Tratsch, gemixt mit einem ansprechenden Rahmenprogramm, einem kühlen Blonden und kulinarische Köstlichkeiten: Das ist das Lüdenscheider Stadtfest.

Beim Fest vom Bürger für den Bürger bleibt keiner lange allein. Allerorts stehen Grüppchen beisammen, tauschen alte Anekdoten oder neueste Gerüchte aus. Immer wieder trifft man Umherschauende mit dem Handy am Ohr. Hier wird noch schnell ein Treffen klar gemacht. „Zum Stadtfest geht man, um Freunde zu treffen, gesellig beisammen zu sein, etwas zu trinken und zu essen", bestätigte auch Bärbel Seitz, die sich schon im Vorfeld mit einigen Freunden getroffen hat, um gemeinsam aufs Stadtfest zu gehen.

„Der Gang zum Stadtfest ist Tradition", sagt auch Kerstin Cordt, die gemeinsam mit ihren Freundinnen und Nachbarn Jutta Piontek, Andrea Westerwelle und Barbara Schwarzelühr von einer Bude zur nächsten schlendert. „Hier ein Slivovitz, da ein Bierchen oder einen Spieß - gemütlich etwas zu essen und zu trinken, Leute zu treffen, die man lange nicht gesehen hat, das macht das Stadtfest aus." Dabei im Schlepptau: Jutta Pionteks Lebensgefährte Hubertus Wiegand. „Ich passe auf, dass nichts schief geht", sagt er lachend.

Während die einen Rucksäcke oder Jutetaschen mit Alkoholischem schon mitgebracht haben, genießen andere die Bewirtung an den Ständen. Das so genannte „Komasaufen" ist eher bei den jungen Leuten aktuell. „Wir wollen Freunde treffen, neue Leute kennen lernen und Spaß haben", sagt einer, „und ganz wichtig: Wir wollen trinken!" Die Clique hat die harten Sachen gleich flaschenweise mitgebracht.

Ganz anders „Papa" Friedhelm Schoppmann. Der rüstige Rentner lud seine Familie und Freunde anlässlich seines 74. Geburtstages zu Speis' und Trank an den Stand der Märkischen Werkstätten. „Alle wollten zum Stadtfest, da bot es sich an, den Geburtstag hierher zu verlegen", lacht er.  Doch nicht jeder war zum feiern hier. Richtig harte Arbeit ist es für die, die hinter den Ständen stehen und bewirten. Das Spülwasser lässt die Hände gefrieren, der kalte Wind pfeift durch die Kleidung. Doch für die Vereine bessert der Verkauf nicht nur die Kasse auf. „Es macht ja auch Spaß.”

Siehe auch: Fotostrecke und Video

Christina Gregoire

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