Weniger Pleiten
04.09.2009 | 20:10 Uhr 2009-09-04T20:10:00+0200Märkischer Kreis. Im ersten Halbjahr 2009 sind im Märkischen Kreis (MK) 415 Insolvenzverfahren eröffnet worden.
Landesweit waren es in diesem Zeitraum 18 221, teilt das Statistische Landesamt mit. Die Zahl der Insolvenzen ist im Vergleich zum Vorjahr landesweit um 6,2 Prozent gestiegen, im MK jedoch um 23 Prozent zurückgegangen. Im Vorjahreszeitraum waren 539 Insolvenzen gemeldet worden. Die Forderungen, die sich im MK ergeben, belaufen sich auf schätzungsweise 82,2 Millionen Euro. Zum Vergleich: NRW-weit meldeten die Gläubiger Forderungen in Höhe von 9,1 Milliarden Euro an.
Rund ein Drittel (33,25 Prozent) der Insolvenzen wurden im MK von Unternehmen angemeldet. Landesweit ist dieser Anteil etwas geringer und liegt bei 28,6 Prozent. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist in NRW um 1,7 Prozent gestiegen, im MK ging sie von 138 auf 127 um knapp 8 Prozent zurück.
Eines der jüngsten Beispiele im Kreis ist die Paulmann & Crone GmbH aus Lüdenscheid: Insolvenzverfahren am 1. September eröffnet, 370 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Positive Nachrichten gab es jüngst zur Insolvenz von Delbrouk in Menden: Der Getränkekistenhersteller hat mit dem Kölner Unternehmer Dr. Peter Bünfert einen Mehrheitsgesellschafter gefunden. Hier standen 125 Arbeitsplätze auf der Kippe (WR berichtete). Die Zahl der Privatinsolvenzen ist im MK um 35 Prozent gesunken (von 386 auf 249). Landesweit ist ein anderer Trend zu verzeichnen. Dort wurden im ersten Halbjahr 2009 7,2 Prozent mehr Insolvenzverfahren gegen Verbraucher eröffnet.
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