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Wechsel an der FDP-Spitze

01.02.2012 | 17:40 Uhr
Wechsel an der FDP-Spitze
Der neue Vorstand der FDP Lüdenscheid

Lüdenscheid.Dominik Petereit ist der neue Vorsitzende des Lüdenscheider FDP-Ortsverbands. Damit löst Petereit Oliver Petrosch ab, der zu Beginn des Ortsparteitags am Dienstag im „Castello“, dem Restaurant der Schützenhalle Loh, bekannt gab, dass er nicht mehr für den Vorsitz kandidieren wird.

„Wir machen eine Politik mit Augenmaß“, betonte der scheidende Vorsitzende in seinem Bericht. „Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung wollen wir nicht höhere Gebühren und Steuern, sondern fordern Einsparungsmaßnahmen der Stadt“, erklärte Petrosch.

FDP soll Kampfgeist entwickeln

„Wir werden nur dort nachgeben, wo wir es mit Augenmaß verantworten können.“ Allerdings mahnte er, dass sich die FDP nicht nur auf Bundesebene, sondern auch vor Ort „besser darstellen“ muss.

Ähnlich argumentierten die Gäste Axel Hoffmann, Kreisvorsitzender, und Bundestagsabgeordneter Johannes Vogel. „Wir müssen Kampfgeist entwickeln und das Vertrauen zurückgewinnen“, so Vogel. „Aber in Lüdenscheid mussten wir uns nie verstecken“, lobte der Bundestagsabgeordnete die Arbeit der Lüdenscheider FDP.

Auf die zukünftige Handlungsfähigkeit der Stadt Lüdenscheid ging Fraktionsvorsitzender Jens Holzrichter in seinem Bericht ein. „Durch den Nothaushalt ist die Lage der Stadt ernst und nur mit größter Anstrengung können wir diesem Kreislauf entringen“, erläuterte Holzrichter. In Zusammenarbeit mit den anderen Parteien konnten bereits erste Veränderungen im Rathaus erzwungen werden, so dass es nunmehr mit den Fachdienstleitern schlankere Strukturen gibt. Mit der Zeit werden Beamte in den Ruhestand übergehen, die freien Stellen nicht wieder besetzt. „So können ohne betriebsbedingte Kündigungen Einsparungen erzielt werden“, so der Fraktionsvorsitzende. Zwar sei die zehnjährige Haushaltssicherung „hart, aber unausweichlich“.

Nur auf diese Weise könne den nachfolgenden Generationen „ein Handlungsspielraum gegeben werden“. Mit dem Ausbau der U3-Betreuung und der Einbindung behinderter Menschen sieht Holzrichter zudem große Aufgaben auf die Kommunen zukommen – zusätzlich zu den schon vorhandenen finanziellen Problemen.

Carsten Neumann

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