Vorfreude auf neues Gemeindehaus
03.08.2010 | 17:55 Uhr 2010-08-03T17:55:00+0200
Lüdenscheid.Den Schättekopf als Mittelpunkt für die 6500 Gläubigen der Katholischen Kirchengemeinde St. Maria Königin weiter aufwerten – das geschieht mit der Umgestaltung des bislang als Jugendheim bekannten Gebäudes in ein Gemeindezentrum.
Entstanden in den 1950er- Jahren, entspricht das Haus zum einen nicht mehr den baulichen Vorschriften des 21. Jahrhunderts, zum anderen sind ursprüngliche Nutzungszwecke zum Teil hinfällig. Unangetastet von den Umbauarbeiten bleiben die Räumlichkeiten des Kindergartens St. Rita im Erdgeschoss.
Sowohl die Wohnung der Rita-Schwestern, die vor gut zehn Jahren Lüdenscheid verließen, als auch die Hausmeisterwohnung stehen leer und finden künftig neue Verwendung.
Die Hausmeisterwohnung ist künftig ein Gemeindesaal, in die ehemalige Schwestern-Wohnung zieht Pastor Hans Ferkinghoff. Sein bisheriges Domizil, das Pfarrhaus (ursprünglich gebaut als Kloster für Claretiner-Patres) beherbergt künftig ein Wohnprojekt des Hauses St. Josef mit entsprechenden Mieteinnahmen.
Die notwendige Anträge für die geplanten Renovierungsarbeiten sind bei den zuständigen Stellen gestellt, erste kleinere Vorarbeiten durch Mitglieder der Gemeinde bereits geleistet, berichtet Gemeinderats-Vorsitzender Markus Geisbauer. Dazu gehörte das Abreißen alter Tapeten ebenso wie die Demontage von Fußbodenleisten oder die Herausnahme einer nicht tragenden Wand in der oberen Etage, wo aus zwei bislang vorhandenen Räumen ein großer Saal entsteht.
Vordringlich bei allen anstehenden Aufgaben ist jedoch erst einmal die Renovierung des Treppenhauses inklusive Schaffung eines außen liegenden Rettungsweges, Einbau behindertengerechter Toiletten sowie eines Aufzuges, berichten Markus Geisbauer und Pastor Hans Ferkinghoff im Gespräch mit der WR.
Im Mittelpunkt des nächsten Bauabschnitts stehen die Herrichtung der Pastoren-Wohnung sowie des neuen Saales. Maßnahmen zur Wärmedämmung, der Einbau neuer Fenster, Isolierung des Dachbodens und Aufbringen eines Dämmputzes gehören zu den letzten Aufgaben.
Im Rahmen der nächsten Bauausschuss-Sitzung sind neben einem Zwischenstands-Bericht des Architekten vor allem auch die Finanzen Thema. Ursprünglich war von Investitionskosten in Höhe von rund 600 000 Euro ausgegangen worden, mittlerweile bewegen sie sich in Richtung der Million-Grenze.
Vor diesem Hintergrund kam eine 5000-Euro-Spende des Ehepaares Volker und Martina Schneider von der Firma Vos-Plan gerade recht, die den Betrag an Hans-Joachim Waibel, Stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands von St. Medardus (zu dem bekanntlich auch die Gemeinde Maria Königin gehört) sowie dessen Vorgänger Klaus Goße überreichten. Bislang war es Ziel der Gemeinde, rund 100 000 Euro als „Eigenkapital“ in die Sanierung fließen zu lassen.
0mitdiskutieren