Virtuos die strenge Jury beeindruckt
23.11.2008 | 17:45 Uhr 2008-11-23T17:45:00+0100Wie wild schlagen die Musiker von "Barulheiros de Stockum" mit ihren Stöcken auf Jacken. Das war eine der Übungen im Rahmen des landeswettbewerbs folk- und Worldmusic NRW.
29 Musikgruppen aus Bonn, Leverkusen, Eitorf, Rösrath, Wetter oder Ibbenbüren starteten beim Landeswettbewerb Folk- und Worldmusic NRW im Evangelischen Gymnasium in Meinerzhagen. Die stärkste Beteiligung ging von den heimischen Musikschulen aus.
Neben Musikschulen waren aber auch freie Musikgruppen, Ensembles von Schulen oder religiöse Vereinigungen angetreten. Zu hören gab es Musik auf einer Vielzahl von Instrumenten: Von der klassischen Gitarre, über Flöte, Keyboard, Violinen und afrikanische Trommeln bis hin zu einem nicht alltäglichen und zweckentfremdeten Musikinstrument, dem Waschbrett, reichte das Angebot. Bevor die Bands und Ensembles ihr Können vor der Fachjury unter Beweis stellen mussten, hatten sie die Möglichkeit, sich in einem der Klassenräume warm zu spielen.
„Wir schlagen auf unsere Jacken, damit wir die anderen Gruppen nicht stören”, so die acht Jugendlichen der Evangelischen Kirchengemeinde Witten/Stockum. Passend zu ihren Instrumenten und ihrem Programm trugen sie grüne T-Shirts im brasilianischen Stil. Vor der Jury spielten sie dann auf ihren Trommeln lateinamerikanische Samba-Rhythmen. „Wir wollen mit unserer Musik ein wenig Farbe in das manchmal recht triste Deutschland bringen”, haben sich „Barulheiros de Stockum” vorgenommen.
Um die zahlreichen Musikgruppen unter einen Hut zu bekommen, gab es am Samstag zwei Wertungsräume. Besetzt war die sechsköpfiger Jury mit hochkarätigen Fachleuten. Unter ihnen Musikproduzentin und Agentin für Weltmusik Birgit Ellinghaus, Musikjournalist Birger Gesthuisen und Andreas Heuser, studierter Klassik- und Jazzgitarrist.
Einige Musikgruppen waren während des Vorspiels äußerst nervös. Andere Gruppen präsentierten routiniert und selbstbewusst. Teils hatten sie schon des öfteren an dem Landeswettbewerb teilgenommen; so die „Wilden 13” aus der Musikschule Volmetal.
„Viel Arbeit hat sich der Förderkreis der Musikschule Meinerzhagen gemacht”, lobte Björn Strangmann, Leiter der Musikschule Meinerzhagen. Die Eltern hatten die Verpflegung während des Tages für die gut 450 Musiker und Gäste übernommen. Sogar für das Mittagessen sorgten die Ehrenamtlichen um die Vorsitzende Vera Koopmann. Auch abends in der Stadthalle stand das Team bereit, um die Gäste ebenfalls zu versorgen.
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