Veränderter Blick auf Vertrautes
26.01.2010 | 21:12 Uhr 2010-01-26T21:12:00+0100Lüdenscheid. „Die jungen Künstler fangen gerade an, sich in den Städten umzuschauen und sich einen Eindruck vom Vorhandenen zu machen."
Menschen einen veränderten Blick auf Vertrautes und die gewohnte Umgebung zu ermöglichen, ist Anliegen der Ausstellung „Blickwechsel”, für die ganz Nordrhein-Westfalen - Lüdenscheid eingeschlossen - im September und Oktober eng zusammenrückt. Organisiert und betreut wird die Schau im öffentlichen Raum, so Vera Firmbach vom Kultursekretariat NRW Gütersloh. In 42 Mitgliedsstädten sind derzeit junge Künstler unterwegs, um sich vor Ort mit den alltäglichen Gegebenheiten in den Städten - gleich ob architektonischer oder situativer, struktureller, soziologischer oder virtueller Art - vertraut zu machen und Anregungen zu sammeln. Welcher Künstler wo arbeiten wird, wurde zuvor ausgelost. In Lüdenscheid ist Christian Keinstar, 1975 in Dirschau (Polen) geboren, derjenige, der mit wenig Aufwand in bestehende städtische Strukturen eingreifen wird und den Bergstädtern den angestrebten „Blickwechsel” ermöglicht. Von Ahlen bis Witten sind Kunstschaffende - in erster Linie junge, in den 60er und 70er Jahren geborene Künstler - unterwegs. „Spannende und überraschende Geschichten”, so Vera Firmbach, verspricht sich das Kultursekretariat, das innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Kulturämter und kulturelle Institutionen für das Projekt begeistern konnte, von der Aktion.
Tina Tonagel in
Emsdetten aktiv
Manch vertrauter Name springt beim Blick auf die Teilnehmerliste ins Auge. So wird Tina Tonagel, aktuelle Ida Gerhardi Förderpreisträgerin, in Emsdetten aktiv. Bekannte Namen in Lüdenscheid sind ferner Carsten Gliese (ehemaliger Gerhardi Preisträger) - im Herbst im Rahmen der landesweiten Aktion in Löhne tätig - oder Caroline Bayer (Euskirchen) bzw. das Künstlerpaar Mioon (Coesfeld) als Bewerber um den Preis, alle bis Ende des Monats mit ihren Arbeiten in der Städtischen Galerie vertreten. Den Hintergrund des Projekts erklärt Meinolf Jansing (Geschäftsführer des Kultursekretariats): „Hintergrund des Projekts ist das Bedürfnis unserer Mitgliedsstädte nach einem innovativen Ausstellungskonzept, das den interkommunalen Zusammenschluss verstärkt in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung rückt und dabei die jeweiligen Besonderheiten vor Ort berücksichtigt."
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