Über Leiharbeit den Einstieg in den Arbeitsmarkt geschafft
20.06.2007 | 09:34 Uhr 2007-06-20T09:34:14+0200Lüdenscheid. (CMz) Warum die Zahl der Arbeitssuchenden gesunken, aber dafür ausgerechnet die Zahl der Leiharbeiter gestiegen ist, erfuhr CDU-Landtagsabgeordneter Bernd Schulte gestern bei der Firma Lenzkämper.
"Wir brauchen die Flexibilität, um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können", argumentierten die beiden Geschäftsführer des Traditionsunternehmens, Hans-Peter Hoffmann und Matthias Greulich. Rund 105 Mitarbeiter hat das 1920 gegründete Familienunternehmen. Dass über Leiharbeit aber auch der Einstieg in den Arbeitsmarkt möglich ist, zeigten sie ebenso auf: Rund 18 Beschäftigte sind über Zeitverträge ins Unternehmen gekommen und haben jetzt einen festen Arbeitsvertrag. Noch erfreulicher: die Ausbildungsquote von Lenzkämper. Mit demnächst 20 Auszubildenden liegt das Unternehmen der Drahtumformtechnik deutlich über dem Durchschnitt.
Eine Verlagerung von Betriebsteilen nach Osteuropa sei "in der Überlegung", aber noch nicht entschieden, erfuhr Bernd Schulte. "Wir beobachten die Entwicklung", so die Geschäftsführer. Sie erwarten, dass die Automobilkonzerne ihre Produktion weiter ins Ausland verlagern - und die Drahtumformtechnik Lenzkämper liefert u. a. für VW in alle Werke der Welt und für BMW.
"Ich möchte mich vor Ort über die Auswirkungen von politischen Entscheidungen informieren und möchte wissen, wo die Steuergelder herkommen, die von der Politik verteilt werden", begründete CDU-Politiker Bernd Schulte seine regelmäßigen Besuche bei heimischen Unternehmen.
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