Tschöke wird Rektorin in Wenden
14.02.2012 | 00:00 Uhr 2012-02-14T00:00:00+0100Lüdenscheid/Wenden. Tanja Tschöke wird nach den Osterferien neue Leiterin der Geschwister-Scholl-Schule in Wenden-Schönau. Die 36-Jährige, die für die Bündnis-Grünen in Lüdenscheider Rat sitzt, war bislang Konrektorin an der Wilhelm-Busch-Förderschule in Hemer.
Ihre 47-jährige Vorgängerin in Schönau war im vergangenen November vom Dienst suspendiert worden. Hintergrund: Eltern und die Schulaufsicht werfen ihr unter anderem vor, Schüler mit drastischen Strafen schikaniert und den damaligen Konrektor gemobbt zu haben. Außerdem soll sie der Schulaufsicht zu hohe Schülerzahlen gemeldet haben. Dadurch hatte die Förderschule für Schüler mit Defiziten in der emotional-sozialen Entwicklung mehr Personal als ihr zustand. Folge: Sechs Lehrer vor Ort zuviel, die jetzt versetzt werden. Gegen die 47-Jährige ermittelt die Staatsanwaltschaft Siegen wegen des Verdachts auf Körperverletzung im Amt. Parallel hat die Bezirksregierung in Arnsberg ein Disziplinar-Verfahren wegen dienstlicher Verfehlungen eingeleitet.
Der frühere Konrektor ist mittlerweile Professor für kindliche Entwicklung an der Hochschule in Stendal.
Einarbeitungszeit endet nach den Osterferien
Seit Anfang des Monats ist Tanja Tschöke bereits in Schönau tätig – und wird derzeit an der Seite von Dieter Lammersdorf eingearbeitet. Er war bislang als kommissarischer Leiter der Förderschule in Schönau tätig und wird im April wieder als Rektor an die Lindenschule in Siegen-Weidenau zurückkehren. Tschöke und Lammersdorf arbeiten derzeit gleichberechtigt. Nach den Osterferien wird Tschöke dann die alleinige kommissarische Leitung der Schule in Schönau übernehmen.
Unterdessen ist „die Aufarbeitung der Vorgänge an der Förderschule in Schönau auf einem guten Weg“, so Dr. Christian Chmel, Sprecher bei der Bezirksregierung Arnsberg. Ein eingesetzter Ombudsmann habe erste Gespräche mit Schülern, Eltern und Lehrern geführt. Er hat lange in der Schulberatung gearbeitet. Bei ihm sollen „auch Beschwerden von Menschen Gehör finden, die im Fall der Förderschule Schönau Bedenken haben, sich direkt an die Behörden zu wenden.“
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