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Staffelstab in neuen Händen

19.02.2010 | 15:41 Uhr

Lüdenscheid. Ein neues Kapitel in der Geschichte des „Eine-Welt-Netz Lüdenscheid" wurde am Donnerstag aufgeschlagen. Zum 13. Mal wanderte mit der symbolischen Staffelstabübergabe die Förderung der Stadt an zwei neue Hilfsprojekte.

Im Rathaus fand die Staffelübergabe der Eine Welt-Netz-Projekte statt.

Gefördert werden nun über den Zeitraum von zwei Jahren der Weltladentreff Lüdenscheid und der Arbeitskreis Kamerun mit seinem Projekt „Baigom”. In einem ausgesprochen harmonischen Zeremoniell im großen Ratssaal, an dem viele Interessierte und Beteiligte teilnahmen, wechselten die Staffelstäbe ihre Besitzer. Doch nicht nur dieser feierliche Akt ist bemerkenswert, sondern viel mehr noch, dass das „Eine-Welt-Netz” bereits sein 25-jähriges Bestehen feiern kann.

Gratulation zum Jubiläum

Bürgermeister Dieter Dzewas hob mit herzlicher Gratulation dieses Jubiläum hervor und würdigte das Engagement der im „Welt-Netz” tätigen Verbände, Gruppen und Arbeitsgemeinschaften.

Er hielt eine kurze Rückschau auf den Werdegang dieser einmaligen Initiative, die 1985 mit dem bundesweiten Afrikatag ihren Anfang nahm, von engagierten Leuten zur „Afrikahilfe Lüdenscheid” wurde, 1987 in „Welthilfe Lüdenscheid” umbenannt und nun den Namen „Eine-Welt-Netz Lüdenscheid” trägt.

Dzewas dankte allen seit 25 Jahren Beteiligten und versprach, ihre Arbeit auch weiterhin zu unterstützen. Superintendent Klaus Majoress bezog sich in seinem Geistlichen Wort auf das Losungswort des Jahres, das Ermutigung und Zuversicht zusage und Kraft gebe, sich der Zukunft zu stellen. Für die weitere verantwortungsvolle Arbeit wünschte er Gottes Segen. „Wer hätte das gedacht?", fragte sich Welt-Netz-Sprecher Dr. Walter Wortberg, der damit auf das 25-jährige Engagement der vielen Ehrenamtlichen zielte.

„Wir sind sehr stolz.” In den 25 Jahren wurden insgesamt sechs Millionen Deutsche Mark (etwa drei Millionen Euro) gesammelt. Und er zählte eine lange Liste der geleisteten Entwicklungshilfsprojekte auf wie Wasserversorgung, Ernährung, Brunnenbau, Rückhaltebecken, Gesundheit, Bildung, Schulen, Landwirtschaft, Fairer Handel.

Neue Aufgaben

Ausführliche Rechenschaft über ihr Arbeitspensum gaben die aus der Förderung ausscheidenden Projekte, das Kinderwerk Lima in Peru der Kreuzkirchengemeinde und die Atefa-Mädchenschule (Verein Eschan) in Afghanistan des Bergstadt-Gymnaisums. Christiane Wieghardt schilderte die Arbeit für etwa 2200 Kinder aus den Slumvierteln von Lima, für die Kindergarten und Schulen geschaffen wurden.

Die Atefa-Mädchenschule werden erstmals zwanzig Mädchen mit ihrem Abitur verlassen können, erklärte Dr. Anwar Nabiyar das Engagement in Estalef. Wasserversorgung und Toilettenanlagen gehörten außerdem zu den Aufgabenschwerpunkten.

Neuen Aufgaben stellt sich der Wetladentreff nun in seiner Zeit der Förderung, die Marlis Janning erläuterte. Neben der Arbeit für fairen Handel unterstützt man das Projekt „Kookari iri bon se” (Packen wir es an.) im südlichen Niger. Sabine Karisch vom nun geförderten „Arbeitskreis Kamerun” der Versöhnungskirchengemeinde stellte die Zielsetzungen des Projektes vor: Schulbau, Gemeinschaftshaus, Lehrerhäuser und Brunnenbau.

In einer neuen Broschüre zum 25-jährigen Bestehen können alle Informationen nachgelesen werden.

Annemarie Langenfeld

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