Sparkasse schließt Filiale im Klinikum
09.02.2009 | 21:57 Uhr 2009-02-09T21:57:00+0100Im Klinikum Lüdenscheid geht eine Ära zu Ende: Nach fast einem Vierteljahrhundert schließt die Sparkasse Lüdenscheid ihre Geschäftsstelle in Hellersen.
Voraussichtlich Mitte des Jahres ziehen Filialleiterin Martina van Deest und Kundenberaterin Claudia Labusch von Hellersen in die Geschäftsstelle Bräucken, die für diesen Zweck durch den Umbau von Lagerräumen erweitert werden soll. Im Klinikum wird nach aktuellem Stand der Planung ein Geldautomat die Versorgung der Patienten und Mitarbeiter mit Bargeld sicherstellen.
Ein zu geringes Platzangebot, viel zu kleine Räume für diskrete und ausführliche Gespräche, keine Parkplätze in direkter Nähe für die Sparkassen-Kunden – die räumlichen Verhältnisse im Klinikum seien sehr begrenzt, hieß es gestern in einer Pressemitteilung. „Unsere Kunden erwarten zu Recht, dass sie mit ihrem Berater in Ruhe und angenehmer Umgebung über ihre finanziellen Pläne sprechen können. Diesen Anspruch können wir in den vorhandenen Räumen nicht erfüllen”, erläutert Udo Lütteken, Vorstand der Sparkasse, den Entschluss, die Filiale in Hellersen aufzugeben und persönliche Beratung und be-dienten Service in die Räume der Geschäftsstelle Bräucken
zu verlagern. Das sei kein Rückzug aus der Fläche, betonte Pressesprecher Thomas Meermann.
Schwerpunkte haben sich verlagert
Aber nicht nur die nach heutigen Maßstäben nicht mehr tragbaren örtlichen Gegebenenheiten sind es, die das Geldinstitut zum Rückzug aus dem Klinikum bewegt haben.
Entscheidender scheint die technische Entwicklung zu sein: Als die Geschäftsstelle im Juni 1986 im damaligen Kreiskrankenhaus Lüdenscheid eröffnet wurde, holten die Kunden – medizinisches Personal, Partienten und Angehörige – Bargeld und Kontoauszüge am Schalter ab. „Damals gab es noch keine Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker”, sagte Meermann. Weil sich kaum noch jemand das Geld am Schalter abhebt, habe sich der Anspruch an die Mitarbeiter geändert. Der Schwerpunkt liege heute zunehmend bei Beratung und Service, was sich im Klinikum nicht habe realisieren lassen.
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