Singen für die Lehrerin
02.02.2012 | 15:06 Uhr 2012-02-02T15:06:00+0100
Lüdenscheid.„Die Stühle sind alle voll – wir fangen an!“ Vor voll besetzten Rängen verabschiedete sich Musikschulpädagogin Franziska Richter am Mittwochabend im Kammermusiksaal mit einem facettenreichen Konzert ihrer Chöre in den Mutterschaftsurlaub.
Singschule, Kinder- und Jugendchor waren in den bunten Liederreigen eingebunden. Bekannte Lieder, aber auch viele ausgefallene, originelle Beiträge präsentierten die Kinder und Jugendlichen ihrem begeisterten Publikum. Selbstredend machten die vielen Neuen in allen Chorgruppen bei den Darbietungen mit.
Selbst die Zuhörer nahm Franziska Richter, die nach den Sommerferien an die Musikschule zurückkehrt, humorvoll in die Pflicht. Choreographisch umrahmten die Jungen und Mädchen aus der Singschule ihre reizenden Darbietungen. Winterlieder wie „Tanze Schneemann“, die zum eisigen Winterwetter draußen passten, Bewegungslieder und Zungenbrecher wie „Ippzippelippzippelonicus“ – gemeint ein Zauberzwerg – setzten die Kinder mit Schwung und guter Laune um.
Rückkehr nach denSommerferien
„Wir haben lange gebraucht, bis wir das Wort aussprechen konnten“, lachte Franziska Richter. Reime der Kinder flossen in das Kinderlied „Lauf und frag die Zauberin“ ein. Bei „Ein Finger, ein Daumen beweg dich“ rappelte und zappelte das gesamte Publikum.
Volkslieder aus Afrika führte der Kinderchor im Repertoire. In die Welt der Zulu („Hambani kahle“) und der Folklore Ghanas („Si ma ma kaa“) tauchten die Kinder sangesfreudig ein. Von Dingen, die kein Geld kosten, aber Freude bringen, handelte „Ich schenk dir einen Regenbogen“. Enkel und Oma tauschten in „Eine Oma ging spazieren“ lustig die Rollen.
Theresa Quast (Klavier), Schülerin von Astrid Höller-Hewitt, begleitete die beiden Chöre bei ihrer heiteren Reise durch die Kinderlieder-Literatur. Vom Klavier aus dirigierte Franziska Richter ihren großen Jugendchor, der sich auf Volkslied, Musicalsong, Popballaden, Heiteres und Getragenes verstand. Selbst Bodypercussion hatten die Jugendlichen für den öffentlichen Auftritt einstudiert.
Eindrucksvoll deuteten sie die Texte ihrer Lieder aus. Die Poesie des Eichendorff-Textes „Schläft ein Lied in allen Dingen“ und den Witz des Prinzen-Hits „Alles nur geklaut“ brachten sie auf den Punkt. Stimmsicherheit bewies der Chor in mehrstimmigen Arrangements.
Schöne Klangeffekte erzielte ausgewogener Wechselgesang („Can you feel the love tonight“). Flottes wie „I’m walking“ lag dem Chor ebenso wie Verträumtes und Rhythmisches wie der „Trommelklang“. Melancholisch geriet der Abstecher nach Finnland mit „Vem kan segla“.
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