Sanierung beginnt
11.08.2009 | 19:15 Uhr 2009-08-11T19:15:00+0200
„Nur kosmetische Maßnahmen zu ergreifen, machte keinen Sinn.” Restaurator Thomas Lehmkuhl aus Steinfurt erläuterte am Dienstag vor Ort, wie in den nächsten Wochen der marode Sockel des Ehrenmals an der Parkstraße saniert, repariert und für die kommenden Jahrzehnte standfest gemacht werden soll.
Zum Start der aufwändigen Arbeiten mit dabei: Galerieleiterin Hilke Gesine Möller, zuständig auch für Kunst im öffentlichen Raum, und Dr. Dietmar Simon, stellvertretender Vorsitzender des Geschichts- und Heimatvereins und Kenner der Entstehung und Geschichte des Ehrenmals.
Ursache allen Übels, so Lehmkuhl, waren und sind die mürben Fugen zwischen den großen Platten aus Muschelkalkstein auf der Oberseite des Sockels, durch die seit Jahren Wasser einsickert. Dadurch wurde der Sockel ausgespült und der Fugenmörtel zersetzt.
Viele Platten locker
Es begann eine Humusbildung, von außen drangen Wurzeln tief in die Fugen und führten zu Sprengungen im Steingefüge aus Grauwackeplatten: „Der Schadensprozess befindet sich im fortgeschrittenen Stadium. Die Humusbildung ist bis zu 15 Zentimeter tief. Viele Platten sind locker und drohen herauszubrechen.”
Zunächst, so Lehmkuhl, werden die Fugen an den verblendeten Sockelseiten tiefgreifend ausgeräumt. Danach geht man an das eigentliche Übel, die Fugen der großen Deckplatten, die in den letzten Jahren unter anderem mit Silikonharz erfolglos abgedichtet wurden. Anschließend sollen die Fugen mit Mörtel ausgegossen und das Eindringen von Wasser gestoppt werden. Dann, so hofft Lehmkuhl, kann der Sockel trocknen und anschließend mit der Neuverfugung begonnen werden.
Bei gutem Wetter werden die Arbeiten wegen nötiger Wartezeiten zwischen sechs und acht Wochen in Anspruch nehmen. Für den ersten Sanierungsschritt am Ehrenmal stehen 17 000 Euro zur Verfügung. Als nächstes soll die Skulptur saniert werden. KTi
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