Das aktuelle Wetter Luedenscheid 11°C
Kultur

Reise in die Welt des Musicals

03.02.2012 | 15:33 Uhr
Reise in die Welt des Musicals
Tief im Schatzkästchen Musical grub am Donnerstag das prächtig aufgelegte Ensemble der Erfolgsproduktion „Musical Hightlights“, das sein Publikum im voll besetzten Kulturhaus mit Charme und Können aus der Reserve lockte.

Lüdenscheid.Tief im Schatzkästchen Musical grub am Donnerstag das prächtig aufgelegte Ensemble der Erfolgsproduktion „Musical Highlights“, das sein Publikum im voll besetzten Kulturhaus mit Charme und Können aus der Reserve lockte.

Begeistert feierten die Zuschauer das sechsköpfige Ensemble, das mit bekannten und lange nicht gehörten Melodien wie „Ol’ man river“ (Show Boat) oder „The impossible dream“ (Der Mann von La Mancha) punkte. Eine gelungene Mischung aus Alt und Neu, Ohrwurm und schönen, weniger bekannten Melodien brachten die drei Damen und drei Herren – Musicalfans aus Großproduktionen vielerorts bekannt – ihrem Publikum mit.

Spielfreudig und wandlungsfähig

In wechselnden Rollen, singend, tanzend und spielend, stellten alle sechs ihre Wandlungsfähigkeit und Spielfreude unter Beweis. Präsentiert wurde die Produktion, die sich – mit jährlich wechselndem Programm – großer Beliebtheit erfreut, von der Creativ Team Veranstaltungs GmbH. Nach zwei Zugaben – darunter einem Potpourri der schönsten Schlager aus dem Udo Jürgens-Musical „Ich war noch niemals in New York“ – schickten die Darsteller ihr jubelndes Publikum, das trotz fortgeschrittener Zeit noch zum Feiern aufgelegt war, endgültig nach Haus.

Nach Art des Schattentheaters, nur als schattenhafte Umrisse vor kalt-weißem Hintergrund zu erkennen, führten sich Philipp Hägeli, Anna Thorén, Daniel Dodd-Ellis, Sabine Neibersch, Petter Bjällo und Karin Hylander mit dem bekannten, ironisch-sympathischen „Cabaret“-Song „Willkommen, Bienvenu, Welcome“ eindrucksvoll ein. Zu jedem Musical erhielt das Publikum Hintergrundinformationen an die Hand. Wechselnd schlüpften die Akteure in die Rolle des Moderators, der den anderen mit seinen charmant dargebotenen Ausführungen Zeit für fliegende Kostümwechsel hinter der Bühne gab.

Jeder im Team hatte seine Stärken. Der gebürtige Texaner Daniel Dodd-Ellis beispielsweise erwies sich als Spezialist fürs klassische Fach, der unvergessenen Liedern wie „Ol’ man river“ mit seiner warmen, tiefen Samtstimme die nötige Tiefe gab. Schlitzohr Petter Bjällo gab in „Sweet transvestite“ (Rocky Horror Show) einen hinreißend drallen Frank’n’furter, dem die Herzen zuflogen, ab. Bald als sadistischer Zahnarzt (Little Shop of Horrors), bald als Draufgänger im Dienste des Königs – gemeint Musketier Athos – unterstrich Philipp Hägeli seinen ausdrucksstarken Gesang szenisch eindrucksvoll. Fahles Licht und wabernder Nebel auf der Bühne verstärkte die frostige Atmosphäre seines Songs „Engel aus Kristall“ (Die drei Musketiere) optisch wirksam.

Auch das Damen-Trio begeisterte mit Charme und Stimme. Die gefühlvollen Songs wie „Gold von den Sternen“ aus „Mozart“ oder „Ich gehör’ nur mir“ aus „Elisabeth“ waren bei Sabine Neibersch in besten Händen. Karin Hylander, im Horrorladen-Medley die Audrey, träumte sehnsuchtsvoll von einem Häuschen „Im Grünen irgendwo“ und tanzte als Elisabeth eigensinnig mit dem Tod. Anna Thorén fühlte sich in der Welt der Vampire („Tot zu sein ist komisch“) und bei den Hexen von „Wicked“ wohl.

Monika Salzmann

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6311719/create

Aktuelle Fotos und Videos
Musik und Gebete in Lüdenscheid
Bildgalerie
Offenen Kirchen
Pfingsttreffen der Oldtimer
Bildgalerie
MG Car Club
Knochenmühle klappert wieder
Bildgalerie
Museen im MK
Tödlicher Unfall bei Hagen
Bildgalerie
Polizei
Aus dem Ressort
Vandalismus kostet 50 000 Euro im Jahr
STL
Es wird alles kaputt gemacht, was nicht niet- und nagelfest ist. Aber auch das, was eigentlich unzerstörbar scheint. Überall im Stadtbild sind Schäden augenfällig durch sinnlose Zerstörungswut, Schmierereien oder Straftaten mit offenkundigem Vorsatz wie jetzt an der Waldbühne, als in der...
Seit 100 Jahren Gnade Gottes
Freikirche
„Hundert Jahre, wir sind so alt wie die Titanic wurde, aber wir haben den besseren Kapitän“, sagte Rolf Neumann, ein Mitarbeiter der Evangelischen Freikirche Gemeinde Gottes, am Samstag bei der Jubiläumsfeier.