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Regen - Wenn Wolken die Tröpfchen nicht mehr tragen können

13.01.2010 | 19:21 Uhr
Regen - Wenn Wolken die Tröpfchen nicht mehr tragen können

Märkischer Kreis. Wenn der schöne weiße Schnee langsam taut, wird es draußen ungemütlich nass. An wärmeren Tagen geht das mit der Feuchtigkeit noch schneller: Schneien kann es nämlich nur, wenn es kalt genug ist.

Ansonsten regnet es – und wenn wir an solchen Tagen unseren Schirm vergessen, werden wir schnell auch selbst mal nass. Betül aus Halver beschäftigt die Frage, warum das so ist. Sie will wissen: „Woher kommt der Regen?”

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass etwa drei Viertel der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt sind, nur ein Viertel ist festes Land. Wenn jetzt Sonne auf das Wasser scheint, erwärmt es sich und verdunstet. Nichts anderes passiert täglich zu Hause in der Küche, wenn aus dem Kochtopf auf dem Herd Wasserdampf aufsteigt. Fachleute sprechen hierbei auch von Kondensation. So steigt das Wasser unsichtbar und in winzigen Tröpfchen nach oben. Millionen dieser kleinen Tröpfchen bilden dann die Wolken, die wir am Himmel sehen.

Gut zu beobachten ist dieser Vorgang auch an uns selbst. Atmen wir aus, wenn es draußen kalt ist, sieht unser Atem wie Rauch aus. Auch wenn unserer warmer, feuchter Atem auf die kalte Luft trifft, bilden sich winzige Wassertröpchen. Ein kleiner Test beweist dies: Denn was passiert, wenn wir gegen eine Fensterscheibe hauchen? Genau: An der Scheibe befindet sich dann pures Wasser.

Regen ist Niederschlag in flüssiger Form. „Er entsteht in den Wolken”, erklärt Wetterbeobachter Jürgen Ott, der bei der Wetterstation in Oberhunscheid arbeitet. Bis der Regen auf uns herabprasselt, dauert es aber noch eine Weile. In den Wolken sind die Tröpfchen zunächst noch ganz klein.

„Durch Wasserdampf oder kleine Wolkentröpfchen wachsen sie aber”, sagt Jürgen Ott. So lange, bis sie so groß sind, dass die Strömungen in den Wolken sie nicht mehr tragen können. Es fängt an zu regnen. Die Wassertropfen sind dabei unterschiedlich groß. Bei Sprüh- oder Nieselregen sind sie kleiner als einen Millimeter, ein normaler Regentropfen misst zwei bis drei Millimeter. Die größten Regentropfen findet man in Gewitterwolken, sie sind laut Forschern bis zu neun Millimeter groß.

Wenn wir wieder einmal den Schirm vergessen haben, reichen jedoch auch stinknormale Regentropfen, um gehörig nass zu werden. Übrigens: „Aus den Wolken fallen erst einmal Schneeflocken”, weiß Jürgen Ott. Ob sie auf der Erde ankommen oder unterwegs zu Regentropfen schmilzen, hängt davon ab, wie warm die Luft ist.

Jan Ungruhe

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