Plakatwerbung bleibt im Rahmen
18.02.2010 | 18:08 Uhr 2010-02-18T18:08:00+0100
Lüdenscheid. Plakatwerbung an den Straßen der Bergstadt soll weiterhin im Rahmen bleiben: Seit Jahresbeginn arbeitet Lüdenscheid mit der Berliner Firma „Mediateam Stadtservice” zusammen.
Etwa um die Werbung an Laternenmasten nicht ausufern zu lassen, aber auch, um die Pacht-Einnahmen aus der Vermarktung zu verbessern. Mit dem neuen Partner sind jedenfalls auch die Preise angestiegen. Für kleinere Vereine gelten jedoch weiterhin Sonderkonditionen.
Der langjährige Vertrag der Stadt mit der DSM (Deutsche Städte-Medien), heute Ströer/DSM Köln, war zum Jahreswechsel ausgelaufen. Und weil die Berliner bei der Neuausschreibung „das bessere Angebot” gemacht hätten, so Dieter Rotter vom Amt für Bauservice und Bauordnung, sei eben nun das „Mediateam” am Zug.
Partner nimmt verstärkt Dauerbeleger ins Visier
Das Partner-Unternehmen meldet bereits erste Erfolge: „Trotz widriger Witterungsbedingungen” habe man Anfang Januar fast 200 Werbeschilder des Vorgängers abgebaut und zunächst etwa 60 neue eigene Plakatrahmenschilder angebracht, unter anderem in der Altenaer Straße und an der Herscheider Landstraße.
Außerdem gibt Mediateam-Geschäftsführer Achim Schulte an, bis Mitte Februar bereits 17 Schilder „erfolgreich an Dauerbeleger vermietet” zu haben. Und man sei „optimistisch, bis zum Jahresende für etwa 100 Schilder Dauerbeleger geworben zu haben”. Die Resonanz bei ortsansässigen Betrieben und Händlern auf das neue Angebot sei jedenfalls „überwiegend positiv”.
Die Nachfrage bei Kultur- und Veranstaltungswerbung ist laut Schulte unterdessen „sehr gering” – „witterungsbedingt”. Zugleich kritisiert Schulte die Vorgänger-Firma, welche „Terminzusagen und die tatsächliche Anzahl der Aushänge sehr pragmatisch gehandhabt” habe. Mediateam dagegen garantiere, so Schulte, dass die Plakate auch tatsächlich nur im gebuchten Zeitraum ausgehängt seien. Abgesehen von kritischen Anmerkungen einiger Kunden zu den Vermarktungspreisen seien dem Mediateam bislang „keinerlei Beschwerden bekannt”.
Sicher: Die Mietpreise haben sich laut Dieter Rotter „tendenziell erhöht”, dafür habe sich aber auch die Qualität der Plakatrahmen-Standorte verbessert. So sollen die Rahmen künftig vorwiegend an den Hauptstraßen und Verkehrsknotenpunkten angebracht werden – Stichwort Werbewirksamkeit. Und: Pro Rahmen, an den Straßenlaternen neuerdings per Ausleger mit Vorder- und Rückseite befestigt, seien jetzt zwei statt nur ein Plakat „drin”.
Bislang bewegten sich die Preise pro Tag und Plakat zwischen 66 Cent für nicht-gewerbsmäßige Veranstaltungen und 1,25 für Produkt- und Geschäftswerbung. Das Mediateam verlangt nun für Event- und Kulturwerbung zwischen 1,50 und 2,25 Euro pro Tag und Schild mit jeweils zwei DIN-A1-Plakaten. Für Wirtschafts- und Firmenwerbung bewegen sich die Preise analog zwischen 1,85 und 2,50 Euro.
Aus dem Rahmen fallen die Regelungen für kleinere örtliche Vereine, die etwa eng begrenzt um den Ort des Geschehens für eine eigene Veranstaltung werben möchten. Ihnen, so Rotter, entstehe im Wesentlichen nur die Verwaltungsgebühr von 21,50 Euro für die Genehmigung. Damit sei es den Vereinen dann möglich, in überschaubarem Maße auch außerhalb der Rahmen zu plakatieren.
0mitdiskutieren