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Wintersport im Kreis

Panoramablicke im Märchenland

08.01.2010 | 10:22 Uhr
Panoramablicke im Märchenland

Märkischer Kreis. Ski und Rodel gut – das dürfte vor allem ab Sonntag gelten. Wildewiese und Kahler Asten sind nah. Doch auch der Märkische Kreis bietet allerlei Wintersportmöglichkeiten, sagt Michael Krause, Geschäftsführer des Freitzeit- und Touristikverbandes MK im Interview:

WR: Welche Bedeutung hat der Wintersport für den Tourismus im Kreis?

Michael Krause: Die Region ist natürlich nicht vergleichbar mit dem Hochsauerland. Zwischen Lenne und Volme reduziert sich das Wintersportgeschäft auf vier bis sechs Wochen im Jahr. Tagungen, Wandern und Radwandern beispielsweise haben größere Bedeutung. Wenn richtig Schnee liegt, ist dennoch einiges los. Das sehen Sie an den Autokennzeichen beispielsweise an der Wehetal-Loipe in Meinerzhagen oder an der Nordhelle. In der Gaststätte auf der Nordhelle finden Sie dann kaum noch einen Platz. Die Besucher lassen natürlich auch entsprechend Geld hier – vor allem in der Gastronomie.

Was lockt die Touristen im Winter denn in die Region?

Viele Leute, gerade aus dem nahen Ruhrgebiet oder dem Ennepe-Ruhr-Kreis kommen hierher um einen schönen Wintertag zu verbringen. Einige bleiben in Nachrodt-Wiblingwerde, Halver oder Meinerzhagen hängen, andere fahren weiter Richtung Kahler Asten. Das hängt vom Wetter ab. Wenn vor Winterberg alles dicht ist, bleiben sie hier.

WR

Interview

Gibt es besondere Attraktionen?

Es gibt viele sehr schöne Angebote – und die werden auch angenommen. Wenn man am Rodelhang in Reblin über sich die Gleitschirmflieger sieht, kommt richtig Urlaubsstimmung auf. Optimale Bedingungen bietet der Märkische Kreis für Langläufer – aufgrund der etwas niedrigeren Lage oft sogar bessere als das Hochsauerland. Die Loipen haben seichtere Anstiege und führen nicht nur durch dichte Tannenwälder. An vielen Stellen kann man herrliche Aussichten, regelrechte Panoramablicke genießen.

Nennen Sie uns Ihre persönlichen Favoriten?

Als Kind bin ich in der Hahnenbecke in Meinerzhagen gerodelt. Das ist auch heute noch gut – abends sogar bei Flutlicht. Mein absoluter Tipp ist dennoch die Nordhelle. Am vergangenen Samstag beispielsweise wurde das Ebbegebirge bei Sonneschein zur wundervollen Märchenlandschaft. Man muss ja nicht nur ans Skifahren oder Rodeln denken. Ich unternehme auch gerne genussvolle Spaziergänge mit Fotoapparat.

Ihre Prognose fürs Wochende? Wird viel los sein?

Am Samstag rechne ich aufgrund der Wettervorhersagen mit eher verhaltenem Andrang. Am Sonntag wird aber vermutlich auf Pisten, Loipen und Wanderwegen richtig etwas los sein.

Das Interview führte Volker Lübke

Eigener Bericht

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