Das aktuelle Wetter Luedenscheid 18°C
Sechs Stimmen entschieden

NPD rutscht knapp in den Rat

09.09.2009 | 22:00 Uhr

Lüdenscheid. Eigentlich ist die Rechnung einfach: Hätte die NPD bei der Kommunalwahl Ende August auch nur sechs Stimmen weniger bekommen, wäre sie wohl nicht mit einem Sitz im frisch gewählten Rat der Stadt gelandet –

Zugleich hätte die SPD einen Sitz mehr als die nun gültigen 19 ergattern können. Damit hätte der bisherige SPD-Fraktionschef Harald Metzger wieder in den Rat einziehen und seine Arbeit fortsetzen können – sein Platz 2 auf der SPD-Reserveliste hätte dann gezogen.

So nun reichen die 264 Stimmen laut amtlichem Endergebnis für NDP-Vertreter Stephan Haase. Er war bereits 2004 für die Republikaner angetreten, hatte den Einzug damals aber nur knapp verpasst.

Schwerer hätte es die NPD wohl auch gehabt, hätte sie das Lüdenscheider Rentner-Ehepaar Kühnel nicht dazu bewegt, mit ihren Unterschriften den eigenen Kandidaturen für die NPD zuzustimmen – das behaupten jedenfalls kritische Lüdenscheider. Die Eheleute hatten sich davon distanziert, für die NPD zu kandidieren. Bei der Wahl bekamen beide insgesamt 31 Stimmen. Ohne die Kühnels, so die Kritiker, hätte die NPD in den Wahlbezirken 2 (Honsel) und 8 (Nördliche Altstadt/Bahnhof) womöglich keine Kandidaten aufstellen können.

Stadt warnt vor Gefahr

beim Unterschreiben

Ein Vorgehen wie das der NPD möchte die Stadt zum Anlass nehmen, vor der Kommunalwahl 2014 die Bürger auf Gefahren bei Unterschriften-Aktionen hinzuweisen – Tenor: Bitte lesen Sie genau durch, was Sie unterschreiben.

Bei Unterstützungsunterschriften, die Kandidaten von Wahlberechtigten benötigen, sei inzwischen „die Hürde höher gelegt” worden, berichtet Wolfgang Padur vom Bürgeramt der Stadt. So müssen Unterzeichner in den Sammel-Listen nicht nur unterschreiben, sondern auch handschriftlich Namen, Anschrift und Geburtsdatum eintragen.

Eberhard Demtröder

Empfehlen
Kommentare
Facebook
 
Kommentare
11.09.2009
01:14
NPD rutscht knapp in den Rat
von Der Lüdenscheider | #2

Ist der Verfasser eigentlich zu dumm, den Parteinamen (NDP-Vertreter) richtig zu formulieren? Hierbei handelt es sich nämlich um die NPD. Dummheit oder Absicht? Ich schätze beides.

10.09.2009
17:05
NPD rutscht knapp in den Rat
von Jede.NPD.Stimme.zählt | #1

Für die NPD zählt jede Stimme von nationanldemokratisch denkenden Wählern.

Aber daran sieht man auch wie klein die NPD noch ist in NRW.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/186812/create

Aktuelle Fotos und Videos
Die Knochenmühle in Meinerzhagen
Bildgalerie
Museen im MK
Tödlicher Unfall bei Hagen
Bildgalerie
Polizei
Sieben Zwerge vom Wehberg
Bildgalerie
Musical
Picknick in Wigginghausen
Bildgalerie
Lebenshilfe
Aus dem Ressort
Beat-Ära in der Bergstadt – Neues Lebensgefühl
Zeitreise
Als Aprilscherz entpuppte sich 1966 das Gerücht, dass die Beatles höchstpersönlich nach Lüdenscheid kommen. Kein Gerücht war, dass die Stadt damals mit den Rolling Stones in Verhandlungen stand. Dass Mick Jagger und seine Mitstreiter letztlich nicht kamen, lag einzig und allein an der geforderten,...
Zweimal Betrug – Opfer unter Schock
Betrüger unterwegs
Gleich zwei Mal waren Betrüger in Lüdenscheid unterwegs – allerdings nur einmal erfolgreich: Am Donnerstag, 24. Mai, 19.30 Uhr, erhielt eine 44-jährige Frau an der Heedfelder Straße einen Anruf. Eine männliche Stimme teilte ihr auf russisch mit kasachischem Akzent mit, dass ihr Sohn einen Unfall...