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Neues Pausengefühl am Staberg

03.08.2010 | 17:50 Uhr
Neues Pausengefühl am Staberg
Die neue Pausenhalle am Zeppelin und Scholl Gymnasium.

Lüdenscheid.Die Schülerinnen und Schüler der beiden Staberger Gymnasien, Zepp und Scholl, werden sich noch rund ein Jahr gedulden müssen, bevor sie ihre Pausen in einer Umgebung verbringen können, die einem normalen Schulstandard entspricht.

Nach dem Ende der Sommerferien 2011, so Diplom-Ingenieur Andreas Beckmann von der Zentralen Gebäude Wirtschaft (ZGW), soll nach den jetzigen Planungen die neue Pausenhalle am Staberg in Betrieb gehen.

Die aktuelle Situation während der Pausen, besonders in der dunklen Jahreszeit, ist zeitweise unerträglich. Dies hatte Zepp-Schulleiter Stefan Werth bei der Vorstellung der Baupläne bestätigt. Weil es in beiden Schulen so gut wie keine überdachten Pausenflächen gibt, drängen sich die rund 1500 Schülerinnen und Schüler in den Gängen vor den Klassen.

Dies wird sich im kommenden Jahr ändern, wenn das schmucke Gebäude eingeweiht wird.

Die Pläne für die Pausenhalle entstanden übrigens im Rathaus. Sie stammen aus der Feder der beiden Diplom-Ingenieure Peter Welter und Gudrun Abendroth von der ZGW.

„Die Ausschreibung ist heraus, die Submission könnte Mitte August erfolgen“, informierte ihr Kollege Andreas Beckmann gestern im Gespräch mit der WR. Die ursprüngliche zeitliche Planung sei in Rückstand geraten, weil der Haushalt für das Jahr 2010 erst sehr spät verabschiedet worden sei: „Vorher konnten wir keine Ausschreibung machen.“

Seele baumeln lassen im
„Garten der Stille“

Die Pausenhalle sei als ein Bauwerk ausgeschrieben, also nicht kleinteilig. Das heißt, ein Generalunternehmer wird den Zuschlag bekommen.

Wenn der Rat der Stadt am 6. September grünes Licht gibt, kann das beauftragte Unternehmen den Bauantrag nach der Vorgabe der Stadt stellen. Bei einer zügigen Baugenehmigung könnte mit den Arbeiten Anfang November begonnen werden.

Für die neue Pausenhalle nimmt die Stadt rund eine Million Euro in die Hand. Durch einen behindertengerechten Eingang wird man im Erdgeschoss den Esssaal mit 150 Plätzen für die Übermittagsbetreuung erreichen.

Dort kann dann künftig in zwei Schichten gegessen werden. Essen fassen können die Schüler an zwei Ausgabenschaltern für „warm“ und „kalt“. Ein Stuhllager und ein kleines Büro sind im Erdgeschoss ebenfalls vorgesehen. Für ein warmes Klima wird eine moderne Fußbodenheizung sorgen. Das Obergeschoss wird der Oberstufe vorbehalten bleiben. Über zwei Treppen geht es aufwärts in den Bereich, der in Essen, Arbeiten und Ausruhen aufgeteilt wird. Eine kleine Treppe führt in den Außenbereich mit dem „Garten der Stille“, wo man einfach die Seele baumeln lassen kann.

Klaus Tiedge

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