Neue Freunde und alte Bekannte
02.02.2012 | 15:54 Uhr 2012-02-02T15:54:00+0100
Lüdenscheid.Modernes Theater statt Klassiker: Darauf setzt Kulturhausleiter Stefan Weippert in der Spielzeit 2012/2013. Gestern stellte er das Programm im Kulturausschuss vor.
Die Titel sind trotzdem bekannt – allerdings aus dem Kino und von Büchern. So zum Beispiel „The King’s Speech“ über den englischen König George VI. und seinem Sprachtrainer Lionel Logue. In den Hauptrollen sind Götz Otto und Steffen Wink zu sehen.
Der Feind lauert nichtin der Dunkelheit
Oder „Kalender Girls“ über Frauen im besten Alter, die einer Krebs-Klinik helfen wollen und einen ganz besonderen Kalender herausbringen: Alle sind nackt.
Oder „Haus am See“ über ein älteres Ehepaar, ihrem Enkel und einer Demenzerkrankung.
Ein Klassiker aus Bayern ist „Brandner Kasper“, der mit dem Tod um sein Leben ringt.
Abgründig wird es in „Vier Männer im Nebel“: Vier Manager nehmen an einer gruppendynamischen Maßnahme teil. Ihr Boot kentert an diesem nebligen Novembertag und sie können sich auf eine menschenleere Insel retten. Der schlimmste Feind lauerte aber nicht in der Dunkelheit.
Karl Dall als Opa – auch das gibt es in der neuen Spielzeit zu sehen. Er spielt einen Mann, der plötzlich feststellt, dass er alt geworden ist.
Schon gute Bekannte sind Ellen Schwiers und Katarina Jakob. Während kürzlich erst Ellen Schwiers auf der Bühne stand und ihre Tochter Regie führte, ist es in der Kriminalkomödie „Bella Donna“ anders herum. Katarina Jacob spielt die prominente Kochbuchautorin Carmen, die ihre Männer auf ganz besondere Art und Weise abserviert.
Alle Jahre wieder: Auch in diesem Spielzeit stehen wieder Herbert Herrmann und Nora von Collande auf der Bühne des Kulturhauses, diesmal in der romantischen Komödie „2. Kapitel“. Dabei geht es um das Gefühlsleben zweier erwachsener, mitten im Leben stehender Menschen.
„Ganze Kerle“ heißt eine Komödie, die ganz in der Bauart des Erfolgsfilms „Ganz oder gar nicht“ gemacht ist: Vier Paketboten wollen der Tochter ihres Chefs helfen. Sie braucht eine kostspielige Augenoperation. Und was machen sie? Eine Travestie-Show, in der das Quartett selber auf der Bühne steht.
Ein packendes Psycho-Duell erwartet die Zuschauer in „Ein fliehendes Pferd“ nach der Novelle von Martin Walser. Studiendirektor Helmut begegnet im Urlaub seinem Schulfreund Klaus. Helmut fühlt sich neben Klaus wie ein verklemmter Spießer. Sie brechen zu einer Segelpartie auf, doch nur einer kommt wieder.
„Die Vermessung der Welt“ heißt der Bestseller-Roman von Daniel Kehlmann. Jetzt ist er in einer Bühnenversion im Kulturhaus zu sehen.
Das war natürlich längst nicht alles. Auch die Freunde der klassischen Musik kommen in den Sparten „Sinfoniekonzerte“ und „Meisterkonzerte“ auf ihre Kosten.
Auch die jungen Theaterbesucher können sich auf neue Freunde und alte Bekannte freuen: Die Olchis, Hui Buh, Ritter Rost, die Brüder Löwenherz oder die ganze Sesamstraße.
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