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Förderverein MK setzt...

Naturschutz bedeutet Blick in die Zukunft

27.06.2008 | 21:25 Uhr

Märkischer Kreis. Als sich eine Handvoll Naturfreunde vor 15 Jahren dafür einsetzte, einen Förderverein zu gründen, dessen Ziel es ist, Flächen für Naturschutz zu unterhalten, glaubte fast niemand an einen dauerhaften Erfolg.

„Heute”, so zeigt sich der aktuelle Vorstand des Fördervereins Naturschutz MK stolz, „haben wir es allen gezeigt.” Doch nicht nur das: Tatsächlich ist diese Form des Naturschutzes in NRW einmalig. Dabei legen die Aktiven im Verein keinesfalls die Hände in den Schoß. Auch vom reinen Schreibtischtäter-Dasein ist keine Spur zu finden.

An jedem Mittwochvormittag treffen sich freiwillige Helfer an den ehemaligen Panzerhallen im Naturschutzgebiet Stilleking. Dann ist es keine Seltenheit, dass man Männer wie Dieter Schmidt hoch über dem Platz antrifft: Das Dach der Halle ist defekt – eine Folge von Kyrill. Doch nicht nur solche Reparaturarbeiten stehen an. Nistkästen für die unterschiedlichsten Vogelarten werden zusammengeschraubt und angebracht, der wilde Wein, der vor wenigen Jahren gepflanzt wurde, braucht eine Rankhilfe und die durch Vandalismus zerstörten Fenster werden mit Brettern neu verschlossen.

„Es gibt immer etwas zu tun”, erklärt Schmidt – und immer ist auch eine mehrköpfige Crew da, um Hand anzulegen.  Dabei ist das nicht die eigentliche Aufgabe des Fördervereins Naturschutz MK. Der Förderverein bündelt vielmehr diverse Naturschutzgruppen und Vereine, um die Finanzierung von besonderen Projekten zu gewährleisten. Über 200 Hektar Fläche gehört dem Förderverein inzwischen, zahlreiche andere werden gepachtet oder in Pflege genommen. Im Idealfall steht aber der Kaufvertrag am Scheideweg des Engagements – wie beim Stilleking. Doch auch dort ging das nur in Kooperationen mit verschiedenen Partnern: „Hier in Stilleking waren es zum Großteil die NRW-Stiftung Natur – Heimat – Kultur, die Stadt Lüdenscheid und wir”, erklärt Dieter Schmidt, wie das ehemalige Militärgelände der Belgier in die Hände der Naturschützer fiel.

Mehr in der Druckausgabe der Westfälischen Rundschau

Stephanie Tatenhorst

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