Mit drastischen Fotos Unfallzahl halbieren
04.02.2011 | 19:15 Uhr 2011-02-04T19:15:00+0100
Lüdenscheid.„Traffic Deadline IV“ heißt es am 9. Februar im Bergstadt-Gymnasium – beim vierten Jugendforum zur Vorbeugung von Verkehrsunfällen.
Erstmals mit dem Thema „Organspende“. Und natürlich wieder mit drastischen Unfall-Bildern, mit denen die Initiatoren die Jugendlichen wachrütteln wollen. 50 Prozent der Unfälle in der Stadt hoffen sie so künftig zu vermeiden. Mindestens.
WR-Idee: Organspende künftig ein Thema
„Disco-Unfall auf dem Weg nach Hause – Aufgaben des Leitenden Notarztes (LNA)“ hat Notfallmediziner Dr. Frank Mewes seinen Kurzbeitrag zum Forum genannt. Wenn er vor den Schülern nun auch über Organspenden redet, dann greift er eine Anregung der WR auf – sie hatte am Dienstag über neue Wege berichtet, Menschen als Spender zu gewinnen. Außerdem hat Mewes Organspende-Ausweise für Interessierte organisiert. Mewes hofft, dass die Bereitschaft zur Organspende mit der Zeit Normalität wird. Und wer in der Gesellschaft Nächstenliebe predige, müsste „eigentlich als erster ,Hier’ rufen“, meint er. Als Organisator des Forums sucht Mewes übrigens noch einen Raum für 400 bis 500 Zuhörer. Bislang erreiche man am Staberg pro Forum etwa 350 Schüler, am BGL bis zu 120.
IVU-Appell an alle
Krankenversicherten
Unterstützt wird das Forum auch vom Interessenverband für Unfallverletzte im Märkischen Kreis (IVU). So wird Franz-Dominikus Vandrey vom IVU-Vorstand über posttraumatische Belastungsstörungen von Unfallopfern sprechen – und wie der Verband ihnen helfen kann.
Doch der IVU hat noch ganz andere Zielgruppen im Visier. In den nächsten vier Wochen informiert das Team um Vandrey und den Unfallchirurgen Prof. Dr. Gerfried Giebel in der Kundenhalle der AOK an der Knapper Straße über ihre Ziele. Besuchsdienst, Selbsthilfegruppe und Not-Telefon für unfallverletzte Patienten sind zentrale Angebote. Indirekt appelliert der IVU aber auch an Krankenversicherte, es beim Autofahren oder im Haushalt gar nicht erst zu Unfällen kommen zu lassen. „Jeder Patient, der nicht zum Arzt kommt, spart Geld“, sagte Giebel gestern im Gespräch mit AOK-Vertretern.
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