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Stadtarchiv

Lüdenscheids gesammelte Werke

25.05.2011 | 20:27 Uhr
Lüdenscheids gesammelte Werke
Das Stadtarchiv bewahrt in einer eigenen Abteilung Büchern von Lüdenscheidern oder über Lüdenscheid auf. Stadtarchivar Tim Begler freut sich über Belegexemplare.

Lüdenscheid.Wie viele Publikationen es sind? Tim Begler weiß es nicht genau. Der Stadtarchivar betrachtet die Regale und schätzt den Bestand seiner „Lüdenscheidensia“ auf 300 bis 400 Exemplare.

Im Archiv in der Kerksighalle ist, zurückgehend auch auf Tim Beglers Vorgänger Dieter Saal, eine eigene kleine und exklusive Sammlung entstanden. Bücher von Lüdenscheidern, Bücher über Lüdenscheid, Bücher, die mit der Bergstadt in irgendeinem Zusammenhang stehen.

Beim Pressetermin zugegen: der Lüdenscheider Journalist Björn Othlinghaus. Sein „Lüdenscheid Kochbuch“ darf natürlich nicht fehlen. Andere Autoren, gebürtig aus der Bergstadt, sind in ihrer Heimat als Lüdenscheider gar nicht recht bekannt. Christian Hardebusch ist Fantasyautor („Die Trolle“, „Sturmwelten“) und mit seinen Büchern weltweit und auch an der Kerksig-straße präsent.

Schwerere Kost im Regal kommt von Christian Linder, geboren 1949 in Lüdenscheid, der eine mehr als 600 Seiten starke Biografie über Heinrich Böll verfasst hat. Der Journalist mit Studium der Philosophie und Literaturwissenschaft, Autor für FAZ, SZ und WDR, sprach für „Das Schwirren des heranfliegenden Pfeils“ drei Tage mit dem Nobelpreisträger.

Das sind nur wenig Beispiele aus Beglers Lüdenscheider Sammlung. Wilma Schwarz, Egon Neuhaus, Bärbel Wilde, Ansgar Röhrbein, Achim Samtlebe – eine „rege Publikationstätigkeit“ bescheinigt der Archivar den Bergstädtern. Und nach Möglichkeit will er alles haben für das Archiv. Wer Lüdenscheider ist und schreibt, wer über Lüdenscheid schreibt, ist gebeten, dem Archiv ein Belegexemplar zur Verfügung zu stellen. Das hat wissenschaftliche Gründe, weil eine Sammlung natürlich von ihrer Vollständigkeit lebt, aber auch finanzielle, wie Begler einräumt. Die Mittel, alles zu beschaffen, was dazugehört, hat das Archiv eben nicht. Anbieten kann er dafür, was einem Autor nicht überall geboten werden kann: „Viel näher kann man der Ewigkeit nicht kommen.“

Florian Hesse

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