Klinik will eng mit Ärtzten kooperieren
10.12.2008 | 18:26 Uhr 2008-12-10T18:26:00+0100
Im Vorfeld großer, standardisierter Operationen wollen die Märkischen Kliniken und niedergelassene Ärzte in Lüdenscheid und Umgebung künftig noch enger zusammenarbeiten.
Damit reagiere man auf Forderungen des Gesundheitssystems nach immer kürzeren Krankenhausbehandlungen, hieß es gestern im Rahmen einer Pressekonferenz in Hellersen. Organisatorisch seien so kurze Liegezeiten nur möglich, wenn Kliniken und niedergelassene Ärzte optimal zusammenarbeiten.
Wie die notwendigen Abläufe so reibungslos wie möglich zu gestalten sind, ist Gegenstand schriftlicher Vereinbarungen zwischen dem Ärztenetz MK Süd, in dem ein großer Teil der niedergelassenen Ärzte organisiert sei, und den Märkischen Kliniken.
Diese Vereinbarungen regeln genau, welche Untersuchungen vor der Krankenhausaufnahme vom Haus- oder Facharzt in der Praxis und welche im Krankenhaus notwendig sind. Ziel ist ein möglichst kurzer Klinikaufenthalt.
Dr. Bernhard Schwilk, stellvertretender Vorsitzender der Klinik-Geschäftsführung, sprach von einer „gemeinsamen Checkliste”, mit der Umwege und Doppeluntersuchungen vermieden und damit Kosten gesenkt werden können.
Wenn ein Patient die Diagnose einer bösartigen Erkrankung der Prostata erhält, die einen operativen Eingriff erfordert, regelt die Kooperationsvereinbarung genau das weitere Vorgehen nach der Diagnosestellung, damit die Behandlung des Patienten so schnell wie möglich eingeleitet und er nach der Operation so schnell wie möglich wieder nach Hause entlassen werden kann. Natürlich gebe der Patient damit seine Selbstständigkeit nicht auf. Er werde, wie bisher auch, in die Entscheidungen mit einbezogen.
Die erste, bereits seit dem 1. Februar gültige Kooperationsvereinbarung betrifft die Behandlung bösartiger Prostataerkrankungen. Eine weitere Vereinbarung regelt das Vorgehen bei Operationen mit künstlichem Gelenkersatz am Knie. Das Modell zeige bereits erste Erfolge, berichtete gestern ein niedergelassener Urologe. Die Zufriedenheit mit der Behandlung in den Märkischen Kliniken sei im Bereich der Urologie um ein Vielfaches gestiegen.
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