Klarer Sieg für die Bullemänner
15.02.2010 | 16:36 Uhr 2010-02-15T16:36:00+0100Lüdenscheid. Mit ihrem Programm „Ochottochott! – Wenn Westfalen feiern" haben sich die „Bullemänner" - Augustin Upmann und Heinz Weißenberg - die Lüdenscheider Lüsterklemme gesichert.
Erstmals in Lüdenscheid, trafen die Komiker aus dem Münsterland, die mit Tastenfachkraft Svetlana Svoroba das Zwerchfell kitzelten, bei den 31. Lüdenscheider Kleinkunsttagen treffsicher den Geschmack des Publikums.
Mit einem Notendurchschnitt von 1,33 - ein ebenso tolles Ergebnis wie Michael Sens und Carmela de Deo im Vorjahr - sicherten sich die Sandkastenfreunde und ihre ukrainische Pianistin den mit 1 500 Euro dotierten Kleinkunstpreis der Sparkasse. Im Dezember – wann genau, steht noch nicht fest – gibt's mit den Humoristen zur Preisverleihung ein Wiedersehen.
Kleinkunstpreis mit 1500 Euro dotiert
Serhat Dogan, der witzig und liebenswert deutsch-türkische Befindlichkeiten unter die Lupe nahm, kam mit einem Schnitt von 1,62 auf Platz zwei - ein Schnitt, der in früheren Jahren locker zum Gewinn der Lüsterklemme gereicht hätte. Auch die anderen Beiträge erhielten durchweg gute Bewertungen im Einser- und Zweierbereich. Selbst der Letztplatzierte bekam mit einem Schnitt von 2,23 noch eine vergleichbar hohe Wertung.
„Das Konzept ist aufgegangen", freute sich Kulturhausleiter Stefan Weippert. Es habe sich bewährt, nur eine, nicht verschiedene Gattungen von Kleinkunst miteinander zu vergleichen. „Das lässt sich auch an den Bewertungen ablesen." Die Konzentration auf eine Sparte - in diesem Jahr Comedy - sei ein gutes Konzept für die Zukunft. „Damit wird man auch den Künstlern gerecht", ergänzte Thomas Meermann, Marketingleiter der Sparkasse, der an der Stimmen-Auszählung teilnahm.
Hoch zufrieden ist das Kulturhaus mit den Besucherzahlen, die deutlich über denen der Vorjahre lagen. „Wir waren immer bei knapp unter oder über hundert Besuchern." Von den „Bullemännern" ließen sich rund 140 Besucher staubtrocken und süffisant durch Suchtrups Runkeltaiga geleiten.
Serhat Dogan, der auch zahlreiche Besucher mit Migrationshintergrund ins Kulturhaus lockte, schoss den Vogel ab und mobilisierte 190 Kleinkunstfreunde. Für Stefan Weippert ist die Tatsache, dass sich sowohl Robbie Pawlik, Günter Fortmeier wie Serhat Dogan auf lustige Weise mit Migrationsthemen beschäftigten, ein Zeichen dafür, dass „Migranten nicht mehr als Fremdkörper, sondern als Teil der Gesellschaft angesehen werden und Künstler sich damit auseinandersetzen." Künstler wie Serhat Dogan seien für eine erfolgreiche Integration unersetzlich.
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