Kandidaten sagten Außenwette ab
06.12.2010 | 13:33 Uhr 2010-12-06T13:33:00+0100
Meinerzhagen.Ebenfalls ein Risiko wäre auch die Außenwette von „Wetten, dass...?“ gewesen, die auf dem Flugplatz in Meinerzhagen stattfinden sollte.
Zuerst drohte die Wette auszufallen, da der anhaltende Schneefall die Landebahn blockierte. Um kurz nach 19 Uhr waren Jürgen Köhler und Elmar Geulen, die beiden Kandidaten, jedoch noch guter Hoffnung: Zur Sendezeit sollte es ein Wetterloch geben. Für die Außenwette war alles perfekt vorbereitet: 20 Ortsvereine des THW von Bottrop bis Siegen waren vor Ort, hatten den Flugplatz mit 20 Lichtmasten ausgeleuchtet.
Tränen bei
der Absage
Auf vier Monitoren verfolgten rund 40 Fans und die Familien der beiden Wettkandidaten im Zelt bei Glühwein und Currywurst direkt neben der Bahn die Show. „Es ist gefährlich, aber das Risiko hat Jürgen schon als Kind gereizt. Mein Sohn ist einfach Klasse“, findet Hilde Köhler.
Der Unfall des Kandidaten in Düsseldorf schockierte auch in Meinerzhagen: „Man könnte das hier nochmal erleben“, befürchtete einer der Fans, der aus Bonn angereiste, um die Risikowette zu sehen.
Um kurz nach 21 Uhr, noch vor der Bekanntgabe, dass die Sendung abgebrochen wird, tritt Jürgen Köhler – sichtlich schockiert – vor seine Fans und die Presse: „Ich werde nicht fahren. Das macht man unter Sportlern nicht“, teilte er unter Tränen mit. Das Wetter hätte zu diesem Zeitpunkt mitgespielt.
Jürgen Köhler und Elmar Geulen wollten wetten, dass sie es schaffen, aus einem Eisblock mit einer Motorsäge zwei Blöcke zu schneiden, diese mit Bindungen zu versehen, sich mit Snowboardschuhen auf die Blöcke zu stellen, um sich dann mit einem Motorrad 1000 Meter ziehen zu lassen – in fünf Minuten. Dabei würden sie mehr als 200 km/h erreichen. Der Flugplatz in Meinerzhagen wäre der optimale Ort dafür gewesen.
06:50
Ich sags ja: Es ist erstaunlich, was Leute alles tun um ins Fernsehen zu kommen.