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Jäger sorgen sich um Rehbestand

28.03.2011 | 17:47 Uhr
Jäger sorgen sich um Rehbestand
Seit Jahrzehnten engagieren sich die neuen und ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder sowie die Jubilare des Hegerings Lüdenscheid für die Jagd.

Lüdenscheid.Den Abschussplan für Wildschweine haben die Jäger des Hegerings Lüdenscheid im ablaufenden Jagdjahr zu 100 Prozent und den für Rehe zu 90 Prozent erfüllt. Großes Lob erhielten sie hierfür von Hegeringsleiterin Dorothea Zeppke-Sors.

Zugleich bat sie darum, in dem Bemühen nicht nachzulassen, entsprechende Strecke zu machen. Insbesondere der Rehbestand vertrüge eine noch schärfere Bejagung. Ansonsten stehe es um die später wirtschaftlich zu nutzenden Bäume auf den vom Sturm Kyrill geschädigten Flächen schlecht.

Am Freitag trafen sich die Mitglieder des Hegerings Lüdenscheid im Festsaal „Hohe Steinert“ zu ihrer Jahreshauptversammlung. Große Aufmerksamkeit zogen wie in jedem Jahr die ausgestellten Gehörne der erlegten Rehböcke auf sich. Sie lassen Rückschlüsse auf den allgemeinen Zustand des Rehbestandes zu.

Wildschwein-Quote zu 100 Prozent erfüllt

Dieser verschlechtert sich weiterhin. Darauf verwies Lothar Schröder, der mit Carsten Brandt, Heiko Lohmann und Edgar Twer die Trophäenbewertung vornahm. Dass die Bronzemedaille an einen Bock mit einem Gehörngewicht von nur 240 Gramm ging, wäre vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen. Circa 300 Gramm waren da das Minimum.

Als Gründe führte Lothar Schröder die strengere Fütterungsverordnung trotz härterer Winter, die weiter zunehmende Beunruhigung des Wildes durch die Nutzung des Waldes für eine Vielzahl von Freizeitaktivitäten und für das Wild negative Veränderungen in der Landwirtschaft an.

Zeppke-Sors tritt weitere Amtszeit an

Für vier Jahre wählten die Mitglieder Dorothea Zeppke-Sors erneut zu ihrer Hegeringsleiterin. „Danach ist aber Schluss“, sagte sie den Mitgliedern. Ihre Kandidatur begründete sie mit dem noch nicht ganz abgeschlossenen Umbau des Schießstandes in Spielwigge. Das hatte auch Schatzmeister Detlev Winkhaus bewogen, nochmals anzutreten.

Neu im Vorstand sind Kerstin Kappel als Nachfolgerin von Schriftführerin Renate Semmler und Friedrich Wilhelm Geier als Nachfolger des 2. Vorsitzenden Karsten Brandt. Neue Kassenprüfer sind Kerstin Kirmse und Andreas Rentrop. Als Obmann für Öffentlichkeitsarbeit engagiert sich künftig Jens Oliver Branscheid.

Neben einer Reihe weiterer Jubilare ehrte Dorothea Zeppke-Sors für 75-jährige Hegeringszugehörigkeit Dr. Hans-Werner Mündner. Neben Nadel und Urkunde schenkte sie ihm eine langstielige dunkelrote Rose. Ferner erhielt Renate Semmler für ihre Mitarbeit im Hegeringsvorstand die Bronze-Nadel des „Deutschen Jagdschutzverbandes.“

Jens Voß

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