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Einbürgerung

Heimat ist, wo man sich wohl fühlt

19.02.2012 | 15:40 Uhr
Heimat ist, wo man sich wohl fühlt

Lüdenscheid. „Nutzen Sie die Chance, in dieser Stadt erfolgreich zu sein!“ Aus Händen von Bürgermeister Dieter Dzewas nahmen am Samstag 15 Mitbürgerinnen und Mitbürger ausländischer Herkunft ihre Einbürgerungsurkunden entgegen.

Erstmalig lud die Stadt zum Empfang mit Urkundenübergabe durch den Bürgermeister in den Ratssaal ein. Seitens des Bürgeramtes nahmen Anke Keller als stellvertretende Fachdienstleiterin und Tessa Rosenau, die während des Einbürgerungsverfahrens Ansprechpartnerinnen für die Einbürgerungswilligen waren, an der Feierstunde teil.

Seinen Dank, „dass Sie sich die Mühe gemacht haben, sich der Einbürgerung zu unterziehen“, brachte Dieter Dzewas in seiner Ansprache zum Ausdruck. „Sie haben das alles aber nicht umsonst gemacht“, erklärte er. Wer sich zu einem Land bekenne, wolle auch dauerhaft in diesem Land bleiben und wirtschaftlichen Erfolg haben, führte er aus. „Die Sprache ist der Schlüssel, mit dem sich mir alle Türen aufschließen“, knüpfte er Sprachkenntnisse an diesen Erfolg. Wenn man die Dinge nicht verstehe, könne man selbst in Mathematik Schwierigkeiten bekommen. „Es hat in Lüdenscheid immer Zuwanderung gegeben“, riss Dzewas Stadtgeschichte an.

Zum Teil sei die Zuwanderung unter schrecklichen Umständen geschehen wie bei den Vertriebenen und Flüchtlingen aus dem Osten bei und nach Kriegsende.

Zum Teil hätten Menschen aus dem Ausland hier Arbeit gefunden und Familien gegründet wie bei der Einwanderungswelle in den 60er Jahren geschehen. „Heimat ist nicht nur da, wo man geboren ist. Heimat ist da, wo man sich wohl fühlt“, schloss Dzewas seine Ansprache.

Er freue sich persönlich über jeden neuen Bürger. „Sie sind besonders wertvoll, weil Sie durch die Einbürgerung Pflichten übernehmen, aber auch Rechte erwerben.“ Ursprünglich aus der Türkei, Marokko, Griechenland, Usbekistan, Irak, Russland, Italien und Rumänien kommen die frisch Eingebürgerten.

Alle sind gut ausgebildet oder befinden sich noch mitten in der Ausbildung, gehen zur Schule, zum Berufskolleg oder zur Uni.

Viele leben seit ihrer Geburt in Lüdenscheid. Marina (15), die seit 2002 in der Bergstadt lebt, freut sich vor allem darüber, dass sie jetzt mehr Rechte hat und alles viel einfacher wird.

In regelmäßigen Abständen sollen im Rathaus künftig ähnliche Einbürgerungsfeiern stattfinden. Aus Krankheitsgründen, so Anke Keller, konnte eine Neu-Bürgerin nicht am Empfang teilnehmen.

Monika Salzmann

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