„Haben einfach Schwein gehabt“
06.12.2010 | 15:11 Uhr 2010-12-06T15:11:00+0100
Lüdenscheid.Am Tag nach den extremen Schneefällen vom Wochenende haben Heino Lange und Frank Wiemer vom STL gestern Lüdenscheids Straßen unter die Lupe genommen. „Nacharbeiten“, lautet jetzt die Devise für die Räumdienste. Bis Donnerstag: Dann soll der nächste Schnee kommen.
Zwei Nachtschichten und ein Sonntagsdienst rund um die Uhr waren erforderlich, um der Schneemassen Herr zu werden. Rund 70 Leute vom Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb (STL) und beauftragten Unternehmen seien pausenlos im Einsatz gewesen, um die Hauptverkehrsstraßen frei zu halten. Er sei froh, dass diese Schneemengen nicht im Berufsverkehr heruntergekommen sind, sagte Heino Lange, der stellvertretender Werkleiter des STL.
„Wir sind hier im Sauerland“
Dass es bei derartigen Witterungsbedingungen in vielen Wohn- und Nebenstraßen eng geworden ist, dass freie Parkplätze Mangelware sind, damit müsse man in Lüdenscheid rechnen. Lange: „Wir sind hier im Sauerland. Da darf man sich nicht wundern, wenn es mal schneit. Und da muss man auch mal selber die Schüppe in die Hand nehmen.“
Als „ganz normaler Winter“ wird das Wettergeschehen vom Wochenende beim STL verbucht. In der Wilhelmstraße, der Fußgängerzone, hätten die Räumfahrzeuge Schnee abtransportieren müssen. Ansonsten sei die Lage am Wochenende durchaus im normalen Bereich gewesen. Einsatzschwerpunkt war das Schneeräumen – Streuen bringe nichts, wenn es anhaltend schneit.
„Wir haben einfach Schwein gehabt“: So fasste Polizeisprecher Dietmar Boronowski seine Wochenendbilanz für Lüdenscheid zusammen und bescheinigte den Verkehrsteilnehmern besonnene Fahrweise.
Die MVG meldete gestern noch Verspätungen bis zu 25 Minuten, in Einzelfällen bis zu 45 Minuten. Linienausfälle wie am Sonntag gab es gestern nicht mehr, so MVG-Sprecher Jochen Sulies.
23:13
Herr Lange, Lüdenscheid ist nicht die einzige Stadt im Sauerland, aber die, mit dem schlechtesten Winterdienst!