Geschichte als Leidenschaft
22.04.2009 | 14:59 Uhr 2009-04-22T14:59:00+0200Lüdenscheid. Aus allen Teilen des Landes kamen am Dienstag Doktoranden des Fachbereichs Geschichte der FernUni zu einem zweitägigen Kolloquium unter Federführung von Professor Dr. Arthur Schlegelmilch im Institut für Geschichte und Biographie zusammen.
Weite Anreisen nahmen die acht Historiker, die bei ihrer Doktorarbeit von Professor Schlegelmilch betreut werden, in Kauf, um am Kolloquium teilzunehmen.
Das Studium „nebenbei”
Aus München, Münster, Freiberg und anderen Teilen des Landes reisten die Doktoranden an, um ihre Dissertationsprojekte vorzustellen, Ansatzpunkte ihrer Arbeiten zu diskutieren und Meinungen einzuholen. Einmal im Jahr, so Institutsleiter Professor Schlegelmilch, soll es künftig derartige Treffen in der Lüdenscheider Niederlassung geben.
„Typische FernUniversitäts-Schicksale", so der Leiter des Instituts für Geschichte und Biographie, offenbarte die Vorstellungsrunde. Gemeinsam war allen Teilnehmern, dass sie sich erst im Anschluss an eine anderweitige Ausbildung - beispielsweise zum Ingenieur, Archivar, Polizei- oder Postbeamten - zu einem Studium ihres Neigungsfachs Geschichte entschlossen hatten. Bei dem einen war das Interesse an der eigenen Familiengeschichte die treibende Kraft hinter der Doktorarbeit, bei dem anderen war es der Wunsch, sich als Zeitzeuge zu einem bislang eher vernachlässigten Kapitel deutscher Geschichte zu äußern.
„Ein starkes Interesse an Geschichte war immer vorhanden", so Schlegelmilch. Als starkes Argument für die FernUni, die ein Studium „nebenbei" möglich macht, wertete er die Beweggründe seiner Doktoranden, im zweiten Anlauf Geschichte zu studieren.
Über entstehende Doktorarbeiten zu Themen wie „Der Historiker Hans Herzfeld", „Erwin von Witzleben - Generalfeldmarschall und Widerstandskämpfer", „Die Entwicklung des Verhältnisses zwischen Polizei und bundesdeutscher Gesellschaft" oder „Die Herausbildung des sächsischen Bergschulwesens. Eine archivalische Studie zur Entstehung und Entwicklung der Freiberger und obererzgebirgischen Bergschulen im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts", die derzeit unter Schlegelmilchs Obhut entstehen, reflektierte die Runde in Lüdenscheid.
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