"Es tut sich was in der Chorszene"
15.11.2009 | 19:44 Uhr 2009-11-15T19:44:00+0100Lüdenscheid. „Es tut sich hier etwas in der Chorszene.” Vielfalt der heimischen Chorszene machte Michael Baumann, Vorsitzender des Stadtverbands Lüdenscheider Gesangvereine, am Samstagabend beim großen Jubiläumskonzert zum 80. Geburtstag des Stadtverbandes zum Thema seiner Ausführungen.
Mit fünf Chören und virtuosen Instrumentalisten feierte der Stadtverband sein rundes Jubiläum. Mit eigenem Profil und breit gefächertem Repertoire stellten sich die Chöre in der Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums vor. Eingebunden ins Konzert waren der Frauenchor Vocalia, der Kinder- und Jugendchor Rahmeder Spatzen, der Gemischte Chor Harmonie, der MGV Union Oberrahmede und der Lüdenscheider Frauenchor.
Von „Moskauer Nächten” und südamerikanischem Flair ließen Alfia Möllmann (Klavier) und Anna Löffler (Zymbal) träumen. Das Wirken verdienstvoller Persönlichkeiten wie Erich Schumacher, der 46 Jahre an der Spitze des Stadtverbandes stand, und Peter-Wilhelm Uhlmann, persönlich beim Konzert anwesend, hob Michael Baumann in seinem Rückblick lobend hervor. Kleinere Auftritte nicht mitgerechnet, „veranstalten die 24 Chöre des Stadtverbands zwischen 15 und 20 Konzerte im Jahr”.
Einen imposanten Einblick in diese Vielfalt gewährte das Jubiläumskonzert, das musikalisch in ferne Länder und unterschiedlichste Gesangssparten entführte. Das schöne Motto „Singen macht Spaß” erfüllte der Frauenchor Vocalia unter Leitung von Ursel Rohmert mit Leben. „Lieder sind wie heller Sonnenschein” betonten die Frauen und zauberten ihren Zuhörern ein Lächeln ins Gesicht. Süß und bitter kam die Liebe im Bild von der „Rose” daher.
Mit Djemben und pfiffigen choreographischen Ideen brach der Kinder- und Jugendchor Rahmeder Spatzen (Leitung: Irene Gloerfeld) zu neuen Ufern auf. Den Zauber Afrikas, tanzende „Drachen im Wind” und Swingfeeling fingen die jungen Sängerinnen und Sänger in schwungvollen Darbietungen ein. „Sie können nicht nur singen, sondern auch schauspielern und musizieren”, lobte Michael Baumann.
Aus Ghana („Wasma Ajalili”) und Italien („La Villanella”) brachte der Gemischte Chor Harmonie, von Alfia Möllmann einfühlsam in ferne Lande geführt, fröhliche und gefühlvolle Weisen zum Konzert mit.
Galant-charmant geriet der Bummel über die „Champs Élysées”. Prächtiges Stimmvolumen entfaltete der MGV Union Oberrahmede, der der „Schönen Marika” unter Leitung von Sofia Wawerla Augen machte und mit dem „Deutschmeister Regimentsmarsch” – zündend umgesetzt – den berühmten Funken überspringen ließ.
Tzvetanka Wiegand übertrug den Charme der Mozart'schen „Kleinen Nachtmusik” auf den Gesang und tauchte mit den Sängerinnen des Lüdenscheider Frauenchors in die 30er Jahre ein: „Kauf dir einen bunten Luftballon” ihre verschmitzte Empfehlung. Besser hätte einzig der Besuch des Konzerts ausfallen können.
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