Es fehlt der Durchblick beim Handel mit E-Zigarette
25.01.2012 | 17:38 Uhr 2012-01-25T17:38:00+0100
Märkischer Kreis.Verboten oder nicht? Die Verwirrung unter Händler und Nutzern der elektrischen Zigaretten ist groß. Vielen ist immer noch unklar, ob nur die Nikotinpatronen für die E-Zigaretten verboten sind oder, ob das Gerät an sich verboten ist.
Eine Kiosk-Mitarbeiterin aus Lüdenscheid, verweist darauf, dass sie immer noch keine Anordnung habe. Weder vom Bund noch vom Land. Darum verkaufe sie auch weiterhin Nikotin Liquids. „Wenn die Verantwortlichen Klarheit schaffen, würden wir natürlich unsere Nikotin-Patronen für die E-Zigarette aus dem Handel ziehen“, so die Mitarbeiterin. Sie fügt hinzu: „Anfangs hat das Geschäft noch geboomt, doch jetzt sind die Verbraucher sowieso in die Irre geführt und verunsichert. Der Umsatz ist im freien Fall“.
Andere Tabakwaren-Verkäufer bestätigen, dass in der Branche bekannt ist, dass die Nikotin-Liquids vom Land verboten sind. So auch Norbert Matusche. Er hat in seinem Tabakwaren-Geschäft nie E-Zigaretten verkauft und werde diese aus verschiedenen Gründen auch nie verkaufen, so der Lüdenscheider. „Niemand weiß genau, was in dem Liquid drin ist. Außerdem können die Kunden es nicht genau dosieren“, argumentiert er.
Der Benutzer vergesse schnell, dass eine kleine Patrone sich mit drei Schachteln normaler Zigaretten vergleichen lässt. Des Weiteren sieht Norbert Matusche auch keinen wirtschaftlichen Grund, die Liquids zu verkaufen. Ganz im Gegenteil: „Die Kunden haben zwei Jahre Garantie und schon beim ersten Runterfallen, kann das sehr unstabile Gehäuse kaputt gehen. Das wären für mich wirtschaftlich zu große Risiken“, so der Kioskbesitzer.
Der Märkische Kreis warnt ebenfalls. In einer Pressemitteilung gibt Gesundheits-Fachbereichsleiter Volker Schmidt die gesundheitlichen Risiken zu Bedenken. Er droht Händlern, die weiterhin nikotinhaltige Patronen verkaufen, mit Strafe. So lange keine arzneimittelrechtliche Zulassung vorliegt, verstoße jeder, der nikotinhaltige Liquids verkauft, gegen das Arzneimittelgesetz.
Kreis und Polizei haben in dieser Hinsicht allerdings unterschiedliche Informationen: Norbert Pusch von der Pressestelle der Kreispolizei sieht keinen Grund zu Handeln: „Die Gesetzgebung ist noch nicht abgeschlossen, deshalb ist ist eine Strafverfolgung auch nicht möglich.“ Der Handel kann also weitergehen? Das sehen die Beamten im Gesundheitsministerium ganz anders: „Verboten sind nur die nikotinhaltigen Liquids – und das auch schon länger.
Dieser Hinweis ist vom Land an die Bezirksregierungen gegangen. Diese sollten die Kommunen auffordern, das Gesetz umzusetzen“, so die Pressesprecherin des Ministeriums, Serap Celan. Keine Sorgen brauchen sich die Konsumenten machen. Wie das Gesundheitsministerium auf seiner Internetseite mitteilt, ist nur der Verkauf, also der Handel mit Nikotin-Liquids verboten. Wer sie dampft, macht sich nicht strafbar.
Auf Nachfrage bei Volker Schmidt, dem Fachbereichsleiter Gesundheit des Märkischen Kreises, beschreibt dieser: „Wir sind für die Einhaltung zuständig. Wenn uns Fälle von deren Verstoß vorliegen, machen unsere Gesundheitsaufseher die Händler auf das Verkaufsverbot aufmerksam. Nach erneutem Verstoß kann es auch zu einem Bußgeld kommen. Stichproben werden durchgeführt, aber jedes Kiosk zu überprüfen, würde den Rahmen sprengen“, so Schmidt. Einige Händler scheint das nicht zu schrecken. In vielen Innenstädten sind die verbotenen Liquids immer noch zu erwerben.
21:29
"Es ist ethisch nicht vertretbar, Konsumenten das geringere Risiko rauchloser Tabakprodukte im Vergleich zum Rauchen zu verschweigen."
Aus: "Alkohol und Tabak", Thieme Verlag 2010
Mit-Autorin ist Dr. Martina Pötschke-Langer
Weil das also ethisch unvertretbar wäre, es zu verschweigen, betonen wir nochmals: Der Dampf einer e-Zigarette hat ein 100 bis 1000 mal geringeres Risiko im Vergleich zum Rauch einer bisherigen Zigarette.
22:21
Zitat aus RP-Online:
"1973 entwickelte der Hamburger Günther Schaidt das weltweit erste Verfahren, ungefährlichen Innenraumnebel auf nicht ölhaltiger Basis mit elektrisch betriebenen Nebelgeräten zu erzeugen. Für das in Verbindung mit seinen Maschinen entwickelte ungiftige Nebelfluid wurde Schaidt 1984 in Hollywood mit dem Technik-Oscar ausgezeichnet.
Im bis zu zwei Liter fassenden Tank so einer Nebelmaschine, auch Fogger genannt, wird das Fluid gelagert: Hauptbestandteil ist doppelt destilliertes Wasser um mineralische Rückstände zu verhindern. Damit das Wasser nicht einfach verdunstet, sondern Mikrotröpfchen bildet, benötigt man Kondensationskeime.
Die werden in Form der chemischen Verbindungen Propylenglycol und/oder Triethylenglycol zugesetzt."
Da haben wir also das wegen seiner Ungiftigkeit ausgezeichnete Dampfsubstrat, welches auch in der e-Zigarette für den Dampferzeugungszweck eingesetzt wird. Der Tag wird kommen, wo auch der Erfinder der e-Zigarette ausgezeichnet werden wird. Ich würde ihn für den Medizin-Nobelpreis vorschlagen, wenn weiter von Ministerseite darauf bestanden wird, dass es sich hier angeblich um ein Arzneimittel handelt.
18:22
Sollte Ihnen bei Ihrer gründlichen Recherche etwa diese Meinung von Prof. Dr.Dr. med. Jürgen Ruhlmann entgangen sein, so dürfen Sie selbstverständlich auch die entsprechende Gegendarstellung in Ihrem Presseportal veröffentlichen
Einfache Suche: "Verbot-der-E-Zigarette-Ein-unsinniges-Placebo"
oder ist hier die Meinung eines Professors der Lungenkrebshzentrums Bonn weniger Wert als die Meinung einer Frau Pötschke-Langer, die sich Expertin nennt nachdem sie nur einen Selbsttest schon als wissenschaftliche Studie publiziert, welche sich dann doch nur als kleine "Anekdote" erweist, was sie dann öffentlich einem Moderator auf Nachfrage zugeben musste.
Sieht so für Sie eine fundierte Eigenrecherche aus?
Ausserdem noch einmal zum Mitschreiben: Kein Ministerium kann ein Verbot ohne Gesetzesgrundlage bezw. über EU-Gesetzgebung entscheiden.
04:37
Ersetzt keinesfalls eine wissenschaftlichen Studie, ist aber so anschaulich, dass Ihr schon mit eigenen Augen sehen könnt, dass eine Zigarette um ein vielfaches schädlicher ist als eine E-Zigarette. Der hier hat es schon mal ausprobiert:
http://www.youtube.com/watch?v=4B0FtWTyMBA
02:25
Rieseninteresse am Thema E-Zigarette: Laut Google Insight hat sich die Suche nach dem Begriff E-Zigarette in den letzten Tagen seit Jahresanfang im Bereich der Suche nach "News" zum Themengebiet "Gesundheit" gegenüber der vorherigen gleichen Periode in Deutschland um sagenhafte 850% erhöht. Der als clever zu verwendende Suchbegriff Zigarette (um auch elektrisch oder elektronisch mit zu finden) hat sich im gleichen Zeitraum um 450% erhöht.
Umso peinlicher für diesen Artikel - wirklich: Da ich mich für dieses Thema von Beginn an interessierte, bekam ich auch auf für mich dramatische Weise mit, dass selbst eines der großen Magzine Deutschlands wagt, so krass auf Recherche zu verzichten. Auch andere Medien taten das - es erschüttert wirklich das Vertrauen in die Informationsaufgabe der Zeitungen - grausig.Unheimlich.
22:32
http://weltderwunder.de.msn.com/tv-sendung-article.aspx?cp-documentid=160402628
wesendlich besser, da hat sich mal wer mit dem Thema beschäftigt ....
19:47
Es handelt sich hier um Euren meist gelesenen Artikel lt. Eurer Auswertung. Das Interesse ist also groß, wie Ihr merkt.
Also lohnt es sich doch für Euch Journalisten, für Eure Leser auf Recherche zu gehen und zu ergründen, welche Kräfte und Interessenten das sind, die uns und Euch mit den hier in vielen Kommentaren erwähnten Unwahrheiten, Nicht-Durchblicken-Lassen-Wollen, Halbwahrheiten, Gesetzanmaßungen usw. verwirren wollen. Das wäre doch ein Thema für investigativen Journalismus.
08:22
"Die Kunden haben zwei Jahre Garantie und schon beim ersten Runterfallen, kann das sehr unstabile Gehäuse kaputt gehen."
Ich schmeiß mich weg, vom Dampfen keine Ahnung zu haben ist eine Sache, aber als Händler nicht zu wissen, dass sowas nicht unter die GEWÄHRLEISTUNG fällt ist peinlich. Die angesprochene GARANTIE ist hingegen eine freiwillige Leistung, wenn er seinen Kunden zwei Jahre gewährt ist er selber Schuld - neenee, mir ist natürlich schon klar, das er nicht einmal diesen Unterschied kennt. Davon mal abgesehen, dass er schon nach sechs Monaten aus dem Schneider ist, da dann die Beweislastumkehr greift und E-Zigaretten aus Verschleißteilen wie Akku und Verdampfer bestehen.
Ok, die Überschrift "Es fehlt der Durchbilck beim Handel mit E-Zigaretten" fordert ja geradezu dazu auf Leute ohne Durchblick zu interviewen. Das setzt sich ja bei der rechtlichen Auffassung fort.
Schon fast lustig, wäre das Thema für uns Dampfer nicht so ernst - denn schließlich konnten viele von uns damit so ganz nebenbei der Fluppe entsagen. Wenn von Patronen die Rede ist, wird dann evtl. schon daran gearbeitet die E-Ziggi unter das Waffengesetz zu stellen ?
Wenn mal zu einem Thema mit dem ich mich absolut nicht auskenne (z. B. premenstruelles Syndrom oder so) mal ein Inerviewpartner gesucht wird, meine E-Mail Adresse ist ja bekannt.
03:20
Werte Menschen der Welt,
alles worauf sich diese Weltgemeinschaft berufen fühlen sollte, ist ein besseres miteinander!
Raucher, teils mit bereits gravierenden Schäden am eigenen Leibe, und darüber auch dem Nachwuchs in den eigenen vier Wänden verursachend, wird diese Alternative von der Exekutive des Landes verboten, wo es noch nichtmal eine Recht dazu gibt...
Und diese Leute leben mit mir auf dieser Kugel?
Sicher, es mag erschreckendere "Taten" hier und in anderen Teilen der Welt geben, die dazu in keinem Verhältnis stehen, aaaber:
Ich bemühe mich mittels dieser Technologie Schäden an mir und auch meiner Umwelt zu verringern.
Und ich bitte darum, die Informationen zu dieser Technologie zu recherchieren und zu reflektieren - von allen mit denen ich leben muss und die mir sagen "Du weisst aber, dass dies schädlich ist!"
INFORMIERT EUCH...!
http://files.homepagemodules.de/b518637/f209t32762p425402n2.pdf
22:13
Mit etwas Recherche, die in den heutigen Zeiten des Internets weltweit sehr leicht möglich ist, können die Behörden und Journalisten sich leicht den Durchblick verschaffen.
Nicht nur wenn man eine solche gründliche Recherche durchführt, sondern sich auch noch in seinem Verwandten-, Freundes, Bekannten- und Kollegenkreis umsieht, wird man den immer rasanter um sich greifenden und mitunter von Begeisterung getragenen Umstieg von oft auch jahrzehntelang rauchenden Zeitgenossen auf die etwa 100 bis 1000 mal unschädlichere Variante des E-Zigaretten-Dampfens mitverfolgen können.
Dies ist eine Revolution, welche sich nicht mehr aufhalten lassen wird. In letzter Zeit haben wir aus vielen Revolutionen erfahren, dass sich der Lauf der Vernunft nur schwer aufhalten lässt. Nicht durch "fehlenden Durchblick" und nicht durch Kräfte, die ein Interesse am Teer und Kohlenmomoxid erzeugenden Tabakpflanzenverbrennungs-Umsatz oder am Medikamentenumsatz haben. Auch wenn dies auf beiden Feldern oft mächtige Konzerne sind.
Journalisten, bitte informiert Euch gründlich, lest die im Internet schon veröffentlichten wissenschaftlichen Studien und lest die Kritiken von Studien, ihr werdet sie beim Googlen finden,lest, was das neuseeländische Gesundheitsministerium herausgefunden hat, lest was Universitätsinstitute in Experimenten ermittelt haben usw. usf.
Lernt wie man Zahlen einordnet, damit Euch niemand "einfach so" erzählen kann, welche unglaublichen Mengen in einer "Patrone" seien. Informiert Euch über die richtigen Fachbegriffe dieser neuen Technologie, wenn ihr fachlich richtig informieren wollt. Wißt Ihr nicht, dass man geselllschaftliche Entwicklungen in eine falsche Richtung als Journalist mit bewegen kann, wenn man nicht recherchiert und dann obkektiv berichtet. Das fällt deshalb ins Gewicht, weil ihr nicht die einzige Zeitung seid, die derzeit relativ uninformiert das Thema behandelt.
Und nehmt uns Rauchern bitte nicht durch einseitige Berichterstattung und damit Meinungsmache die Möglichkeit, unser Suchtverhalten auf eine wie schon gesagt 100 bis 1000 mal unschädlichere Weise langsam von Nikotinbestandteil hoch über mittel und niedrig auf 0 herunterfahren zu können.
Oder auch auf hoch, mittel oder niedrig zu bleiben, weil wir weder Euch noch andere Menschen innerhalb unserer Raumluft durch Dampfen statt Verbrennen und Qualmen schaden können.
Würden auch die Nichtraucher unter den Lesern das verstehen, wenn der Gesetzgeber oder die Behörden die elektrischen Zigaretten verbieten werden und die viel giftigeren traditionellen Zigaretten weiterhin in Produktion und Handel sowie Verbrauch erlaubt bleiben werden?
GerhardS