Einmal Burg und zurück für 3 Euro
30.11.2009 | 17:41 Uhr 2009-11-30T17:41:31+0100
Die Verfechter des geplanten Aufzuges zur Burg Altena haben das Projekt offenbar noch nicht aufgegeben. Joachim Kochsiek vom Dortmunder Fraunhofer Institut stellte gestern im Kreistag die Machbarkeitsstudie vor.
Die Machbarkeitsstudie für den Burgaufzug, die Joachim Kochsiek vom Dortmunder Fraunhofer Institut gestern im Kreistag vorstellte, geht davon aus, dass die Folgekosten einer solchen Anlage über den Fahrpreis erwirtschaftet werden können. Das hatte die Bezirksregierung aufgrund der desolaten Finanzlage der Stadt Altena zur Auflage gemacht.
Die Studie gibt einem Aufzug, der die Besucher vom Ende eines bestehenden Luftschutzstollens in den 80 Meter höher gelegenen Burghof bringen soll, den Vorzug gegenüber drei weiteren Varianten. Sollte der Burgberg aufgrund von losen Gesteinsmassen oder Wasseradern die Bohrung eines Aufzugsschachtes unmöglich machen, bliebe noch die Möglichkeit, einen überirdischen Schrägaufzug zu bauen. Der müsse allerdings, so Kochsiek, durch die Burgmauer geführt werden, was aus Sicht des Denkmalschutzes schwierig wäre. Beide Varianten starten in der Altenaer Fußgängerzone, damit auch die dortigen Geschäfte vom Tagestourismus profitieren können.
Der Aufzug zur Burg mit Eingang durch den Luftschutzstollen an der Lennestraße 43 kostet 3,6 bis 4,2 Millionen Euro, so Kochsiek. Ein überirdischer Schrägaufzug ab Felsenplatz wäre für 2 bis 2,6 Millionen Euro zu haben. Beim Aufzug rechnet Kochsiek mit rund 400 000 Euro Folgekosten pro Jahr. 2,50 bis 3 Euro müsse also pro Rückfahrkarte erhoben werden. Kochsiek rechnet nach einer Umfrage bei Busunternehmen mit 50 Prozent mehr Burgbesuchern. Einschließlich der Restaurant- und Jugendherbergsgäste wären das mindestens 147 000 Personen pro Jahr. Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper sieht Chancen auf Fördermittel in Höhe von 70 bis 90 Prozent für das Gemeinschaftsprojekt von Kreis und Stadt.
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