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Kreiskirchentag

Ein Fest für 96 000 Christen

14.02.2012 | 16:22 Uhr
Ein Fest für 96 000 Christen
Jutta Tripp und Rolf Puschkarsky bei der Planung für den 1. Kreiskirchentag in Lüdenscheid.

Lüdenscheid.Genau drei Gottesdienste wird es am Sonntag, 1. Juli, im evangelischen Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg geben. Alle gleichzeitig um 11 Uhr. Alle in Lüdenscheid.

Neben Firmenlauf und Stadtfest dürfte der Kreiskirchentag das größte innerstädtische Ereignis werden, wenn 26 Kirchengemeinden und insgesamt 84 Gruppierungen auf dem Rathaus- und auf dem Sternplatz zeigen, was Kirche alles kann. Auf 2500 schätzt Rolf Puschkarsky, Öffentlichkeitsreferent im Kirchenkreis, die Zahl der zu erwartenden Besucher. 96 000 Glieder zählen die Gemeinden

„Wir zeigen nach außen, wir sind da, und wir bringen die Menschen zueinander“, fasst Superintendent Klaus Majoress das Ziel des Kreiskirchentages zusammen, zu dem auch Präses Annette Kurschus erwartet wird – zur Abschlussveranstaltung, wenn 1000 weiße Luftballons „Himmelwärts“ steigen – so der Name des 1. Kreiskirchentages.

1000 weiße Luftballons

Zum Teil in Bussen, zum Teil selbst organisiert, werden Besucher und Mitwirkende aus dem großflächigen Kreis kommen, der von Lennestadt und Kirchhundem im Osten bis Halver im Westen reicht. Entsprechend vielfältig ist die Palette dessen, was vorgestellt und angeboten wird. „Wer weiß in Lüdenscheid schon, dass wir auch in der Justizvollzugsanstalt Attendorn sind?“, fragt der Superintendent und verweist auf allein acht Stände des Diakonischen Werks.

„Das Ganze lebt von Bewegung und Spontaneität“, sagt Puschkarsky. Jeder Standbetreiber werde daher neben Informationen Mitmach-Angebote bereithalten. 30 Stände sind Anlaufpunkte für einen Parcours für Kinder, die im Jugendbereich auf dem Sternplatz auch eine Hüpfburg, eine Kletterwand und ein Zirkuszelt vorfinden werden.

Aber es gibt nicht nur Action. Die Erlöserkirche ist geöffnet und bietet Gelegenheit zum Innehalten, aber auch für eine Turmbesteigung an. Auch die katholische Kirche beteiligt sich. In St. Joseph und Medardus am Sauerfeld wird es ein „Zentrum der Stille“ geben, Taizé-Gottesdienst, Thomas-Messe und einen Gebetsgarten mit acht Stationen.

Mehr an Jugendliche wendet sich das Karussell-Spektakel „AirEmotion“: Wer mag, kann sich an einem Seil und angeschnallt am Ausleger eines 40-Tonnen-Autokrans über den Festplatz schwenken lassen – gesponsert vom Plettenberger Aqua Magis.

Beschaulicher geht es wiederum in Podien und Workshops zu. Hochkarätige Gäste sprechen über „Ökologie und Umwelt“ und „Menschenwürde, Armut“.

Florian Hesse

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