DBG ging auf "Ochsentour"
20.06.2007 | 09:25 Uhr 2007-06-20T09:25:37+0200Lüdenscheid. (AL) "Es war ein wunderschöner Ausflug", waren sich die Mitglieder der Deutsch-Belgischen Gesellschaft (DBG) alle einig.
Am Dienstag fand die lang geplante kleine Wanderung auf der Ochsentour im Naturschutzgebiet Stilleking statt, die unter sachkundiger Führung zwanzig DBGler restlos begeisterte. In Hans Obergruber, Geschäftsführer des Naturschutzzentrums Märkischer Kreis, hatte man den richtigen Naturfreund und Kenner dabei, der nicht müde wurde, auf die Schönheit der Natur und die erfolgreiche Aufzucht der Heckrinder hinzuweisen.
Um letztere ging es den Ausflüglern ganz besonders. Und es wurde bis zuletzt gebangt, ob man die interessanten Tiere, die den ausgestorbenen Auerochsen sehr ähnlich sind, überhaupt zu Gesicht bekommen würde. Aber, man hatte Glück. "Ich hatte die Herde auch um 18.30 Uhr bestellt", scherzte Obergruber. Friedlich grasend, als ob sie den Betrachtern viel Zeit gönnen wollten, zogen die 51 ausgewachsenen Rinder und etliche Kälbchen über die Weideflächen. Hans Obergruber wurde quasi "gelöchert", um die vielen Fragen über die Tiere zu beantworten.
Mit 15 Heckrindern hatte man 1994 begonnen, die sich mittlerweile auf über 50 vermehrt haben. Noch größer dürfe die Herde gar nicht werden, erklärte Obergruber. Man habe auch schon Heckrinder fachgerecht schlachten müssen. Interessant war ebenso zu hören, dass die Heckrinder - wie die Menschen - ganz unterschiedliche Charaktere und Temperamente haben. Täglich wird bei den Tieren und dem Areal von Hans Obergruber oder Jörg Plate, einem Landwirt aus der nahen Nachbarschaft, nach dem Rechten gesehen.
Weder große Hitze noch Kälte schaden den Heckrindern.
Hans Obergrubers Erklärungen schlossen natürlich auch das Besondere an Flora und Fauna mit ein, was ringsum die Heidevegetation prägte: "Es ist ein Zeitfenster, so sah es etwa vor hundert Jahren aus." Der blaue Himmel und die weißen "Pustewölkchen" krönten die herrliche Landschaft.
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